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Deutsche Geschichtschreiber
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Deutsche Geschichtschreiber

i.

Der Bildungsgang in Deutschland. Poesie, Philosophie und Geschichte. Rottlll, Luden und Leo; die Berliner Historiker. Nimmer'« Taschenbuch. Populäre Wissenschaft.Vchse's Vorlesungen über die Weltgeschichte." Fehler und Vorzüge dieses Buches. Der Enthusiasmus für nvrdamerikauische Freiheit nnd seine Jrrthümcit Europa und Amerika.

An dem Bildungsgange des deutschen Volkes, wie er seit etwa einem Jahrhundert sich in unserer Literatur darstellt, treten haupt­sachlich drei Elemente heraus, welche wie als die Hebel der ganzen geistigen Bewegung unserer Nation anzusehen sind: die Dichtung, die Philosophie und die Geschichte. Die letztere ist es, welche vor­nehmlich in den neuesten Zeiten zuversichtlicher und mit dem Anspruch auf höhere Geltung in dem Reiche unserer Literatur sich angekündigt hat. Bei den Fremden stehen die Deutschen gemeinlich in dem Rufe, ein historisches Volk zu sein, und diese Ansicht ist insofern Recht, als wir es nicht lieben, in der öffentlichen und praktischen Welt, im Staat, in Sitte und Glaubensform den Zusammenhang mit dem Bestehenden und durch die Dauer Geheiligten aufzuheben, son­dern es vorziehen, überall, wo es auf Neuerungen ankommt, den ersten Versuch und Anstoß Andern zu überlassen, während bei uns nur allmälig, wie ein Naturgebilde, aus dem Vorhandenen und Gewohnten ein Neues sich hervorarbeitet. Anders indeß verhalten wir uns auf dem Felde der intellectuellen Thätigkeit, dem Felde, wo wir uns am festesten angesiedelt haben. Unbesorgt schwingen wir uns da über den Boden des Bestehenden hinaus; jede Tradition, jede Autorität, alles in die Form der Zeit und Erscheinung Ge­bannte wird vor den Nichterstuhl der Vcrnunstprüfung gezogen; es kostet uns keine Ueberwindung, Alles, was vor dieser Prüfung nicht besteht, von uns abzustoßen. Bei den Dingen deö Geistes zählen

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