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Tagebuch.
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Tage b u c!^.

i.

Scene in einem Zcitungs-Burca u.

Der Redacteur» ^ preußischen Zeitung Der Verleger >

Der Verleger sitzt an seinem Pult- und liest mit Behaglichkeit die neueste Nummer der Staats-Zeitung.

Der Redacteur ttritt ein). Guten Morgen!

Verleger. Guten Morgen und noch einmal guten Morgen! Wissen Sie schon die große Neuigkeit? Sie ist da, Gott sei Dank, sie ist endlich da! Redacteur. Wer ist da?

Verleger. Nun, die neue Censur-Jnstruction. Der Himmel sei ge­priesen, nun sind alle Sorgen zu Ende! Nun werde ich nicht jeden Tag mit Ihnen streiten müssen, ob wir diesen oder jenen Artikel zurücklegen oder nicht. Hier haben Sie es, hier lesen Sie, da steht es schwarz auf weiß. Nichts ge­gen die Religion, Nichts gegen den Staat, Nichts gegen die Gesetzgebung, Nichts gegen die Verwaltung, Nichts gegen Alles, Nichts gegen Nichts.

Redacteur i»immt rasch die Staotszeitung in die Hand und wirft einen er­schrockenen Blick darauf).

Verleger. Sie werden ja ganz blaß, mein lieber Doctor. Ich meiner­seits, ich bin ganz zufrieden, überaus zufrieden, unaussprechlich zufrieden. Jetzt kommen unsre guten Tage wieder. Jetzt wird doch ein honnetcr Ver- leger wissen, daß er bei seinem Geschäfte Etwas verdient. Das war ja in der letzten Zeit gar nicht auszuhalten. Seit dreißig Iahren waren wir ge­wohnt, ein hübsches Sümmchen an irgend einen wackern Magister zu zahlen, damit er das Bischen Zeugs, das wir für unser Journal nöthig hatten, zu­sammenklaubt, übersetzt und corrigirt. Seit zwei, drei Jahren ist aber der Gottseibeiuns in die Journalistik gefahren. Da wollte man von Nichts als

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