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Beschauliche Briefe aus Oesterreich. IV.
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88
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Beschauliche

Briefe ans

Von

Z. v. Z.

Oesterreich.

IV.

Die Juden in Oesterreich vom Standpunkte der Geschichte, des Rechts und des Staatsvorthciles." DaS Peinliche aller Judenschriften. Gerücht, daß H. von Hammer der Verfasser sei. Erläuterung des Wortes: Kammerknecht." Die Juden und das Städtewescn. Hosticnent- weihung. Geschichte der Meßncrin. Moderne Verhältnisse. Merk­würdiger Beschluß der böhmischen Hofkammer.

Die ?i» <1«?8icleriu, zählten 93 Seiten; die Schrift über die Juden dagegen bildet zwei Bände, haben die Juden noch mehr zu klagen, als die Schriftsteller? Ich gestehe Ihnen ganz unverhohlen, daß ich nicht ohne Widerstreben an die Leciure dieses Buches ging; zeihen Sie mich nicht des Judenhasses: Niemand kann tiefer, als ich, das schwere Unrecht bedauern, mir welchem wir dieser Nation seit Jahrhunderten begegnen. Ich begreife die Narrheit nicht, mit welcher sich dreißig Millionen Deutsche vor einer Handvoll Menschen fürchten, und ihnen die Gleichstellung verweigern, weil sie von ihnen übervvrtheilt zu werden besorgen; hierin liegt das beste Ccipacitäts- zeugniß, das man den Juden ausstellen konnte, und gerade diese Furcht wird ein neues Argument für ihre Emancipation. Aber eben weil ich diese Ueberzeugung in mir trage, sind mir alle Juden­schriften verhaßt; da wird immer ein und dasselbe Thema abgespielt. Zudem sind die Juden schlechte Advocaten in ihrer eigenen Sache; sie sprechen mit einer Leidenschaft und mit einer Heftigkeit, die man wohl bei einem gereizten, durch Jahrhunderte verwundeten Gemüthe natürlich und verzeihlich finden kann, die aber ihren Erfolg verfehlt. Die Judenschriften vergessen, daß sie zu Christen sprechen, daß sie durch ihre Bitterkeit den Widerspruch derjenigen reizen, die sonst gleich-