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Zeitungen und Zeitschriften.
Zum Verständniß der deutschen Presse und ihrer Aufgabe.
Von
I. Kur anda.
Erster Artikel.
Au den vielen großen Nachtheilen, in welchen die deutsche Zeitungspresse gegenüber der französischen und englischen steht, gehört auch der, daß ein deutsches Journal weit eher der Gefahr, mißverstanden zu werden, ausgesetzt ist, als jedes andere. In England und Frankreich, wo die politischen Systeme und Parteien schärfer und entschiedener sich abscheiden, als bei unö, da wird eS dem Leser eben so leicht, die Fahne zu erkennen, welche ein Journal aufgepflanzt, als dem Redakteur desselben, sie unerschütterlich fest zu halten. Betrachten wir nur die pariser Journale; umgeben von den besten literarischen und politischen Kräften der Nation, die alle in ein und derselben Stadt ihren Sitz haben, da braucht ein Blatt von einer bestimmten Farbe blos sein Programm bekannt zu machen, und Alle, die zu seiner Meinung sich bekennen, reihen sick ihm an. Man bespricht und verständigt sich mündlich und gibt dann allen Beiträgen Eine Richtung, Einen Willen, Einen Stempel. Anders in Deutschland. Abgesehen davon, daß hier die Parteien weder der Zahl, noch der Meinung nach so feste abgerundete Gruppen bilden, leben die Männer, die wirklich ein und derselben Meinung angehören, in hundert Ecken zerstreut. Das Journal, welches dieselbe
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