Beitrag 
Die Stadt Steyr.
Seite
635
Einzelbild herunterladen
 

635

Bis Stadt S t e y r.

Bon

JitliuS Alexander Schindler.

Vorwort.

Ich. schreibe dieses Vorwort nicht so sehr zu dem folgenden klemm Aussatzes als dem großen Unglücke, das mich bewog, denselben der Lesewelt mitzutheilen. Es ist hier von der großen Feuersbrunst die Ncde, welche den gewerbreichsten Theil der schönen, Stadt Steyr im Traunkreffe einäscherte. Vor , dem Brande Hamburgs erbleicht die Flamme, Steprs, wie eine Fackel im Sonnenscheine, und dennoch wage ich zu behaupten, daß die Bewohner Steyrs ein größeres Unglück betraf, als die Bewohner Hamburgs. Mehreren .Arbeitern sind ihre Werkstätten verbrannt; was die guten Leute drinnen in einer Woche schmiedeten, feilten, schlissen, volirten und hauten, ernährte sie in der nächsten Woche; dabei erübrigten sich sich bei/ sparsamem Leben kleine Beträge für ihre einfache Kleidung,/ und die nothwendigsten Haus- und. Winterbedürfnisse, weiter reichte der ,Verdienst nicht. , -

Die Werkstätten liegen nun im Schütte, die Arbeiter haben die Mittel nicht in, Händen, sie wieder aufzubauen, Arbeitsstillstand und unabsehbares Elend sind die Folgen davon, nur der Engel der Wohl­thätigkeit kann mit seinem goldenen '-Fittige diese Plage verscheuchen. Brennen die Häuser eines Bauerndorfes ab, so wuchert dennoch rings­um, auf den unversehrten Feldern das goldene Korn, auf . sonnigen Hügeln, reist, die Traube, und eine erfreuliche Erntezeih- und eine, kurze Reihe von Iahren schüttet den, ersetzenden Segen in deuSchoA