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Proben neuer Dramen. III. : Die letzte weiße Rose : Trauerspiel in fünf Aufzügen.
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Als Du im reinsten Lichte mir erschienen,

Wer kann verdammen mich darob? Daß ich

Dich jetzt noch liebe, jetzt, wo Du so tief

Gefallen, das macht vor mir selbst mich stieben.

Doch fühl' ich, dieser matte PulSschlag ist

Die TodcSglocke meines Sems; bald steh'

Ich dort, wo Lieb' ist das Atom der Welten! ' -

Dort seh' ich wieder Dich, gesühnt, geläutert;

Und keine inn're Stimme darf mich schelten,

Daß beißcr ich geliebt, als ich gesollt. (Ab.)

Richard (steht einen Augenblick >» sich versunken,)

Daubeney (in der Thüre stehen bleibend,) Auf, auf, Mein Prinz! Folgtuns

zur Herzogin!

Richard. Ich komm'! Ich komme!

T a g e b, u eh»

i. ,

Briefe aus Paris/

Märj.

Balzac und sein nrucZ Drama. Das Odcon-Thealer, SpeculatioiMeist.> JuleS - Janiu'S Urtheil, Deutsche und französische SälMc, PciuluS, Gräfin Merlin,

Wahrlich, dies Paris ist ganz wie der alte Lindwurm seligen Andenkens; jeden Tag muß eS ein Opfer haben, welches es verschlingt. Gestern Abend hat es so­gar unsern dicken Freund Balzac aufgefressen wenn auch nicht mit Hant und Haar, doch wenigstens ein Stück von ihm ein Stück, welches den prächtigen Titel: »die Hilfsquellen QuinolaS^ führte, und welches mit allem möglichen Pomp aufgeführt und ausgezischt wurde. Im Februar Alcrcmdcr DumaS, im März Bal­zac was wird aus unserm Olymp werden, wenn in jedem Monate einer der Götter herunterstürzt! Das war gestern ein Abend, Kopf an Kopf war der ver- hängnißvolle Saal dcö Odcon angefüllt. Dieses Qdeon-Theater ist wie der Dolch der Ahnfrau, ein Fluch des Schicksals ruht darauf, und es tödtet alle, die Hand daran lege», Dircctorcnwic Dichter. Die pariser Literatur aber ist so atheistisch,