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Musikalischer Salon.
Das Stabat von,Rossini.
Nun, da wir dasselbe auch in Brüssel hörten, können wie Näheres über das geistliche Werk des berühmten Maestro, welches kaum weniger Spektakel in der Welt verursachte, als eins seiner weltlichen Kinder, berichten.
Das nach seinen Anfangsworten (StsKst instsr) benannte Kirchenlied der beiligen Jungsrau hat einer großen Anzahl Componisten als Prüfstein ihres Talentes gedient/ Einige von diesen haben mehrere, untereinander verschiedene Compositionen 'dieses Schmerzengesanges geschrieben; der fruchtbarste unter allen war aber Zingarelli, von dem 26 Stabat's bekannt sind. Leider erhebt sich keins von diesen über die Mittelmäßigkeit; mehrere stehen noch tiefer. Fünf Stabat's aber haben zu verschiedenen Epochen einer großen Berühmtheit sich erfreut. Das' erste wurde gegen Ende des löten Jahrhunderts von Joachim von Prez, einem belgischen Musiker geschriebrn, dessen Geburtsort ein Dorf im Hennegau war.' Diese Composition trägt das Gepräge eines düstren Charakters, der vorzüglich von den tiefen Noten herrührt, in welchen die Stimmen sich bewegen, und von der sonderbaren Nauhbeit, welche in dem Aufeinanderfolgen der Harmonie herrscht. Fast hundert Jahre später schrieb Paleftrina ein Stabat in zwei Chören, einen Gesang voll zärtlicher und schmerzenreicher Klagen, dessen Effekt man nicht nach der bloßen Lesung der Partitur beurtheilen kann; denn ein großer Theil desselben hängt von der Ausführung ab, und davon besitzen nur die Päbftlichen Sänger zu Rom die Tradition. Man hört dies Stück wäb-
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