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Tagebuch.
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247
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T'g gebu ch»

Brüssel, März,-

Wir hatten im vorigen Jahre in Deutschland Gelegenheit einen jungen Ha» fcnvirtuosen, Herrn Krüger aus Stuttgart, zu hören, von dem die deutschen Journale mit vieler Wärme sprachen. Was uns für diesen jungen Künstler noch' mehr als sein Spiel einnahm, das war die kindliche Begeisterung, mit welcher er von seinen^ Meister sprach. Der junge Krüger kam nämlich gerade aus Parts, wo er durch mehre Jahre den Unterricht Labarre'S genossen. Herr Labarrc ist un­streitig der erste jetzt lebende Harfenspieler, und es war leicht vorauszusehen, daß bei dem Concerte, welches er bei seiner Durchreise durch Brüssel ankündigte, die Zuhörer nicht sparsam sich.einfinden würden. Uns interessirte dieses Concert schon aus dem Grunde, weil uns die Harfeals eines der meist poetischen Instrumente er­scheint, und auch in allen Poesieen eine so bedeutende Rolle spielt, obschon cS sich in seiner heutigen Gestalt gewaltig von der alten unterscheidet. Die Haken, vermöge deren man die Saiten um einen halben Ton höher stimmen kann, wurden erst 16S0 in Tprol erfunden; und dabei war man noch, weil die Pedale fehlten, gcnöthtgt, sich dieser Haken vermittelst der Hand zu bedienen, wie es die herumziehenden Mu­sikanten noch heute thun. So unbequem und beschränkt diese Spielart auch war, so blieb die Harfe doch 30 Jahre lang' in diesem Zustande. Endlich 1720 erfand ein deutscher Lautenmacher die Pedale, vermittelst deren man die Saiten um cinerc halben Ton höher stimmen konnte, ohne sich im Spiel zu unterbrechen. Diese' Neuerung erhielt jedoch nicht die beifällige Aufnahme, die sie mit Recht hätte er­warten dürfen. Der althergebrachte Schlendrian feindete hier wie immer den Fort­schritt an. Die Schwierigkeit übrigens, Hände und Füße zu gleicher Zeit zu be­wegen, etwas, woran m.:n ungewohnt war, bot ein ernsthafteres Hinderniß, als

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