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Kritische Briefe : an den Redakteur der Grenzboten. II.
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K -r i t i s.ch e B r i' e. f e. Von V-. F. G. Kühne.

An den Redakteur der Grenzbaten. . ,

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. . Leipzig, 1842.

Sie verlangen, ich solle Ihnen die Schöpfungen des jüngsten Deutschlands in Rech' und Glied vorführen. Ich bin kein Freund von Uebersichten, mit deren Allgemeinheiten sich das bequeme Publikum gern hinhilst und begnügt. Steht man doch selbst in Reih' und Glied und erkennt als den Befehlshaber, der das Ganze übersähe, nur den un­sichtbaren Vorkämpfer des Zeitalters, den Athem des Geistes an, der Alle durchdringt. Wehe nun dem, der sich heraussondert, eigenwillig, heim- tä'ckisch; sein Geschäft, das er abseits hinter der Linie betreiben will,' bringt ihn jedenfalls in > üblen Gem'ch. Emzelnheüen und Einzelne muß man sich herausholen, ^ will man zum Bewußtsein kommen; der Ge- schjchischreiber der ganzen Epoche gehört gewiß nicht dieser Epoche sel­ber air. > " '.

Ich hole mir Marggraff heraus; ich will zunächst cm ihm ein Exempel statuiren; seine mehr zähe als energische Kraft ist immer von eigerithümlicher Art. Aber ich will hier cm ihm auch nur das Einzelne besprechen.'' Wohinrs ihn als Dramatiker treibt, mag er erst mit fei­nem neuesten Drama, das auf italienischem Grund und Boden spielt, darthün'.' - ' ' ' >' '

Marggraff hat sich mit seinein neuen biographischen Roman, Johannes Mackel, die Poesie des' Häßlichen zum Thema ge­stellt.-' Dies verdien.- absonderliche Beleuchtung. '— Das körperlich Un­schöne galt immer für M' Element,' dessen Behandlung' höchst schwierig'

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