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Kiterarische Uebersichten,
von
D.-. Th. Schliephakt.
I. ^
Wenn es meisrenHeilö das Geschäft der Kritik ist^ auf Dinge, die schon der Vergangenheit anheimfallen, einen NüMich zu werfen, so stelln wir uns hier eine günstigere Aufgabe, indem wir ein Wort, zur Würdigung und Beurtheilung eines Unternehmens sagen, welches, erst- vor wenigen Monaten unter unsern Augen entstanden, auf dein Wege Zu gedeihlicher Fortentwicklung begriffen ist. Wir begleiten schon jetzt die Grenzboten mit einigen Bemerkungen über ihre Tendenz und ihren bis-- hcrigen Erfolg, weil wir glauben, dadurch dem Leser über ihren Geist und ihr Bestreben bestimmtere Aufschlüsse geben, vielleicht auch dem Werke selbst, wie es sich bildet uud fortschreitet, daö allgemeine Ziel näher-, rücken zu können. Im Allgemeinen regt sich jetzt eine neue Thätigkeit in der- Publicistik, und wir dürfen bekennen, daß dieses Blatt unter günstigen Auspizien-an's Licht getreten ist;- sein Gesichtskreis kann sich schon jetzt, nachdem die ersten Monate geschlossen^sind, erweitern, es hat die Gewißheit, mit vermehrten Kräften, und in durchaus unabhängiger Stellung sich seinem Ziele zu nähern. Sind wir in die Idee der Redaktion näher eingeweiht, so sollen diese Blätter sich bemühen, zu der Einheit der Gesellschaft zu reden, diejenigen Interessen zu klären und zu fördern. Welche als ein Gemeinbesitz der höheren Gesellschaft zu betrachten sind. Jede Specialität als solche soll nur einen untergeordneten Platz ansprechen können; auch die Politik gilt uns als eine Specialität, welche, gleich wse im freien Verkehr der Menschen, so auch in diesen Spalten nicht störend nnd ächtend auftreten wird. Das ausgcsteckte Feld ist vor allein das der allgemeinen Bildung und der schönen Wissenschaften; wir begreifen in den Kreis desselben alle freieren geistigen Bestrebungen, sosern die-
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