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Drei harmlose Briefe aus Schwerin.
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Drei harmlose Briefe aus Schwerin.

Bon A. W. N.

Schwerin, 3. November 1842.

Es ist zwar schon spät geworden, und der Herbst streicht Einem mit seinem rauhen frostigen Handschuh über das Gesicht, aber das hinderte mich nicht, gestern Mittag hier in Schwerin anzukommen. Der Reisende mit etwas leichtem Sinn sieht Frühling und Sommer in Allem, was ihm neu und ansprechend ist. Ich, als ein Solcher, muß gestehen, mich in meinen ahnenden Erwartungen getäuscht ge­sehen zu haben beim Einzug in diese Stadt, diese Residenz, die sich wie ein langer Marktflecken anspruchlos vor mir hinzog. Indeß, ihre Umgegend ist romantisch und manches schöne Gebäude streckt sein keckes modernes Haupt über die niedern Grenzhäuser dieses Orts.

Mir zur linken Seite lag bei meiner Einfahrt der weit be­kannte Sachsenberg, das großartige Irrenhaus unter des rühm­lich bekannten Di-. Flemming Direktion, in dem schon Mancher die Narrenjacke des poetischsten Zustandes in unserem einförmigen Leben abgestreift und mit wieder gesundem Menschenverstand in die gepriesene Prosader Alltäglichkeit gesprungen ist. Wenn man Schwerin