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Tagebuch.
Seite
433
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T a g e b u ch.

Theaterplaudcreien.

Au« Pari«.

Hier sende ich Ihnen die Ausbeute von zwei, drei Theaterabenden; allerlei Neues, Nichts Rechtes. Aber was soll man thun in diesen Hcrbstabendcn, die nicht Fisch, nicht Fleisch sind, wo man weder in der grünen Natur jenseits der Barriere, noch in den erwärmten Salons einer schwatzenden Gesellschaft sich erfreuen kann'! Da läuft alle Welt ins Theater; ich laufe mit. Im Odöon sah ich ein sünfactigcS Stück, ein Drama „Die Schwester der Königin", ein Cvmpagniestück der Herren Molö Gentilhomme und Pierre Ladoco; Johanne von Neapel, die mörderische Gattin von vier Männern, von welcher die Ge­schichte der Gräuclthaten genug zu erzählen hat, ohne daß eine französisch­romantische Einbildungskraft noch Etwas hinzuzufügen brauchte, wird in die­sem Stücke noch von einer Schwester begleitet, die ihr an Mordlust und Lie- bcssucht, wie ein Ei dem andern, ähnlich sieht. Der dritte Mann Johcmnens, ist auch der Gegenstand der Anbetung ihrer Schwester, die den ihr bestimmten Gatten erwürgen läßt, um wit jenem in Verbindung zu treten. Gefängniß, Reue, und endlich das Wiederaufleben der ermordet Geglaubten, das ist das Material, woraus diese fünf Acte zusammengekleistert sind. Theater, die zwei rollensüchtige Schreiheldinncn haben, können sich hier satt essen; Avis für die deutsche» Uebersetzer. Wie viel trägt wohl eine solche Uebersetzung diese» Herren ein ! Sicherlich nicht so viel, als die Stücke des Herrn Granville ihm