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Lenau's Albigenser.
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Lenau s Albi genfer.

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(Die Albigenser. Freie Dichtungen von NicolauS Lcnau. Stuttgart bei Cotra. 1342.)

Seitdem die neue deutsche Romantik die aus dem Mittelalter hervorgeholten Schätze und das poetische Erbe, welches sie noch von der großen Blüthezeit unserer Dichtung überkommen, allmälig auf­gezehrt hat, thut sich, unter den mannigfachen Lebensweisen deutscher Muse, nichts so mächtig und bedeutsam hervor, als die Neflenon, der bewußte Gedanke, eine neue Kraft, welche die Poesie in sich aufnehmen will. Schon bei Schiller sehen wir sie zu freiem Durch, bruch kommen, bei Gvthe tritt sie in seiner letzten Periode immer gesonderter heraus, bei spätern, wie Rückert, erzeugt sie ganz neue Arten der Dichtung. Dieser Erscheinung, die dem Ueberwiegen der wissenschaftlichen Thätigkeit der letzten Jahrzehnde zuzuschreiben ist, und die jetzt mehr und mehr auf die Produktion selbst Einfluß ge­winnt, begegnen wir theils in der Lyrik, theils im Drama. In der lyrischen Gattung hat die Neflenon ein freies Feld, hier kann der Gedanke selbst, wie bei L. Schefer, Fr. v. Sallet, in reiner Ab­straktion, sich unbehindert ausbreiten. Die Individualität des Dich­ters und der Zeit bildet immer einen lebendigen Mittelpunkt, den Träger aller Ideen, denen der Vers sich leihen will. Im Drama dagegen verlangt diese Richtung den größten Aufwand des schöpfen-