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Tagebuch.
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388
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T a g e b u ch.

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M«mz. (AuS einem Prlvntbriefc).

-----. Die diesjährige Versammlung der Aerzte und Naturforscher

in Mainz war gewiß eine der schönsten, seitdem der geniale Oken sie vor zwanzig Jahren in's Leben gerufen; in einer der reizendsten Gegenden Deutsch­lands, man könnte sagen, Europas, und in einer seiner frohesten und gastfreic- sten Städte. Aus allen Theilen des deutschen Vaterlandes waren Gelehrte von Ruf, oft erste» Ranges, dort und viele Länder Europas waren wenigstens durch einen Namen repräsentier. Die Seiten des Verzeichnisses glichen frei­lich oft einem nebligen Herbstabend, an dem nur hin und wieder ein Stern hervorschimmert; aber am Ende treten die Lichter auf schattigem Hintergrunde auch besser hervor. Auf besagtem Hintergründe haben wir denn auch einige junge Studierende bemerkt, die in dem Verzeichnisse gewiß mit Recht sigurir- ten, der Hoffnungen wegen, die sie vielleicht erregt hatten. Manche Natur­forscher hatten sich auch schlechtweg Particulier, Kaufmann, Privatmann ge­nannt. Wir betrachten dies Alles als ein günstiges Zeichen der Zeit, über das man scherzen kann, über das sich aber Jeder freuen wird, der die Theilnahme an der Wissenschaft nicht blos in die staubige Studirstube einschließen will. Ich könnte Ihnen nun weitläuftig erzählen, was Alles in den Sectionen von der Astronomie an bis zur Zoologie verhandelt worden ist; da indeß viele Ihrer Leser und Leserinnen wahrscheinlich gar keiner Section angehören, so wage ich das nicht. Uebrigens sind dafür auch die allgemeinen Sitzungen vorhanden; da werden Gegenstände verhandelt, die allgemein, Herren und Damen, inrcres-