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Tagebuch.
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348
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T a g e b u ch.

i.

Gntzkow'« gesamm«lte Schrlstcn. » Bän»«. «ch'zig

Gutzkow hat aufgeräumt, die zerstreute», durcheinander geworfenen Er­gebnisse einer vierjährigen journalistischen Thätigkeit sind geordnet und an den Faden gereiht worden, der, wenn auch dem Publikum bisweilen unsichtbar, dennoch in naturgesctzlichcr Nothwendigkeit durch die verschiedenartigsten Jdeen- gcspinnste eines und desselben Verfassers geht. Man hat viele alberne und unüberlegte Einwendungen gegen die Gewohnheit der jetzigen Schriftsteller, zerstreute, journalistische und Gclegcnheitsaufsätzc in einem Buche zu vereinen. Diese superklugen Tadler wünschen wahrscheinlich, der lebende Schriftsteller möge warten, bis er todt ist und dann ein speculircndcr Buchhändler sein zerstreutes Erbe mit breitgreiftnden Händen, ohne Ordnung, ohne Auswahl aus eine» Haufen zusammenscharrt; ein trauriger Liebesdienst, den man vielen guten und schlechten Schriftstellern der früheren Dezennien erwiesen hat. Zudem ein Journalist ist wie ein Lyriker, die Gelegenheit regt ihn an, diese Anregung bannt er auf das Papier, um wieder Andere anzuregen. So wirst die Ge­dankenwelt einander die ewigen Lichter wechselseitig in die Hände. Allerdings giebt es Gelegenheitsgedichte wie Gclegcnhcitsurthcilc, die mit dem Augenblick, der sie geboren, auch sterben müssen. Aber der Geist, das Herz, die Zeit, die Menschheit hat regelmäßig wiederkehrende Bewegungen und es giebt Jour­nalisten, deren Gelegcnheitöerzeugnissc unsterblich sind, wie die Gelegenheits­gedichte König Davids, Horazens, Petrarcas, Uhlcmds, wie die Marseillaise und das « savo tu« King-. und »och ein Drittes: das BuchPublikum