Skizzen aus dem Cöluer Dombaufest.
Junges Deutschland. — Maas Cöln! — Die französische Revolution und ihre Folgen. — Die Redacteure der Rheinischen und der Cölnischcn Zeitung.— Das jüdische Frühstück. — Kunstausstellung. — Lißt. — Zwei Italienerinnen. — Die Illumination. —
Cöln a. Rh. September.
Dombaufeier, Gerumpel, Schutt, — das will sagen Notizen, Aphorismen, Einfälle, wie ich sie gestoßen, getreten, halb betäubt, halb aufgeregt im Gedränge gefunden habe — das ist Alles, was ich ihnen senden kann. Verlangen Sie keine Beschreibung, kein plastisches, fertiges Bild von einem Feste, das ja an und für sich nicht zur Erinnerung cm etwas Fertiges, Abgethanes veranstaltet uA gefeiert worden. Das Ganze, was in diesen Tagen hier vorging und vorgeht, ist ja eben nichts, als eine lyrische Aufregung, ein Anzünden, ein Aufflammen und der gekrönte Redner, der so trefflich stylisirte Worte vor dem Aufheben des Hammers sprach, hat dies sehr wohl hervorgehoben. Das alte Cöln soll ein junges Deutschland gebaren; aber kein junges Deutschland aus den dreißiger Jahren, das mit dem Kops gegen die Wand läuft; ein junges Deutschland der vierziger Jahre d. h. ein solches, welches das Alter erreicht hat, wo selbst die Schwaben klug werden. Es ist immer vortheilhafter, wenn ein König sich an die Spitze der Bewegung stellt, als wenn ein gemeiner Schriftsteller dies thut: solche Hammerschlüge kann der Bundestag nicht in die Acht erklären.
Alaaf Cöln! Den ganzen Tag über, während ich die Straßen der Rhein.stadt durchstreifte, klangen mir die Worte in den Ohren: