T a g e b u ci).
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Aus Frankfurt.
Die Stadt. Fleischmctzger und KülbSmetzger, ein Lustspiel, Der Ccrrcspondent Ebner. , Der Bundestag und die Journale. Litcrciten.
Sie haben eine allzuvortheilhafte Meinung von unserer Stadt, mein Freund, wenn Sie glauben, baß sie „ein ewiger Anregungspunkt für Correspondenzen," wie Sie sich ausdrücken, sei. Frankfurt gleicht jenen von der Natur begünstigten und vom Schicksal verfolgten Menschen, die, bei den besten Anlagen, bei dem besten Willen, es in ihrem Leben zu nichts bringen können. In der Mitte Deutschlands gelegen, historisch wie geographisch zu einem Mittelpunkt des Vaterlandes gestempelt, ist sie dennoch nichts als.ein Übergangspunkt, eine Brücke, eine Furt; Alles zieht an ihr vorüber, ohne sich heimatlich dort niederzulassen. Eine sreie Reichsstadt — ist sie doch weit gebundener und unfreier, als irgend eine andere, welche diesen stolzen Titel nicht führt. Nicht durch äußere Verhältnisse, weil sie sich als Sitz des Bundestages oder gewissermaßen als österreichische Garnisonsstadt beengt suhlt, sondern durch innere Mißbestände, weil sie in ihrer Freiheit hundert kleine despotische Elemente des Mittelalters eingewebt hat. Die Despotie gegen die Beisassen, gegen die Juden, die Zunsteinrichtungcn und zahlreiche ähnliche Dinge, welche mit dem Begriff der modernen Freiheit unvereinbar sind. Es wäre kein undankbares Geschäft, die Blätter unserer Stadtordnung mit heiterer Laune zu durchstreifen und die komischen Züge derselben auszubeuten. So z. B. könnte man ein allerliebstes Lustspiel aus den Einrichtungen unserer Metzgerzunft gewinnen. Sie