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Der französisch-portugiesische Streit.
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lichst viele liefern zu können, glaubt man etwa, daß sie die Neger fragen werden, ob sie wollen oder nicht? Die Erfahrung hat gezeigt, daß jene schauderhaften Men- schenjagden, welche, als der Sklavenhandel blühte, an der Tagesordnung waren, Wieder angefangen haben wer will die Freiwilligkeit der Anwerbung controliren? wird man dem Delcgirtcn glauben, der Interesse vor allen daran hat, daß das Ge­schäft zu Stande kommt? Beim Charles Georges erklärten alle Neger, mit Gewalt auf das Schiff geschleppt zu sein. In den französischen Vorschriften mag auf dem Papier alles fehr in der Ordnung sein, in der Wirklichkeit ist es anders, die Schwarzen mögen, wenn sie erst in den Kolonien angekommen sind, besser als Sklaven behandelt werden; die Art/wie sie dorthin gebracht werden, ist nicht besser als offener Sklavenhandel.

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Von der preußischen Grenze.

Die Wahlen in den größeren Städten, die einzigen, die wir bis jetzt über­setzn können, sind, wie man vorausschn konnte, überwiegend liberal ausgefal­len ; gelang es doch schon vor drei Jahren dem vorigen Ministerium mir durch das Aufgebot aller erdenklichen Mittel, hier seinen Kandidaten einige Geltung zu verschaf­fen. Das Resultat auf dem Platten Lande bleibt zweifelhafter, da sich bei der Ver­einzelung der Gemeinden die veränderte Luftströmung nicht so schnell mittheilen läßt, und da es für die Landlcute und Bewohner der kleineren Städte schwieriger sein wird, auszumittcln, wer die Regierung ist und was sie will. Die reactionärcn Beamten haben alles aufgeboten, die Sache so darzustellen, als habe man es noch mit der alten Verwaltung zu thun und als bestehe die wahre Loyalität der Preu­ßen noch immer darin, den Herrn v. Westphalcn uud den geheimen Rcgierungsrath Hahn für die besten Staatsmänner der Monarchie zu halten. Das merkwürdigste Aktenstück in dieser Beziehung ist das Circular des Grafen Krassow in Stral- sund; es wird ein ewig denkwürdiges Zeugniß dafür bleiben, daß mit der Verände­rung des Ministeriums noch lange nicht alles gethan ist, um die Verwaltung wirk­lich zu ändern.

Dieser Umstand muß bei den eigentlichen'Wahlen, die in der nächsten Woche bcvorstehn, die Wahlmänner darauf aufmerksam machen, daß ihr Geschäft noch immer kein leichtes ist, daß, wenn sie wirklich dem Ministerium zu Hilfe kommen Wollen, sie sich nicht mit bloßenministeriellen" d. h. gutgesinnten Wahlen begnü­gen dürfen. Wir halten das Stichwortministeriell" für ein recht unglückliches. Das Ministerium ist bis jetzt nur ein Ministerium des Wunsches und der Hoffnung. Die Namen seiner Mitglieder lassen voraussetzen, daß es die Verwaltung besser füh­ren wird als seine Vorgänger, aber eine bestimmte Physiognomie hat es noch nicht. Ueber seine Maximen und Entwürfe hat es sich noch nicht ausgesprochcu und für seine Energie ist es vorläufig kein schlagendes Zeugniß, daß hohe Staatsbeamte cs wagen dürfen, angeblich im Namen der Regierung die Wähler gegen die voraus­sichtlichen Ideen des neuen Ministeriums aufzuregen. Die Wähler haben hier keinen