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Die Komödie auf Kronborg : autorisierte Übersetzung von Mathilde Mann :
(Fortsetzung)
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Die Komödie auf Kronborg

Erzählung von Sophns Bauditz Autorisierte Übersetzung von Mathilde Mann (Fortsetzung)

hristenee machte sich jetzt gern dies oder das in dem Zimmer bei Will zu schaffen, namentlich wenn der Brnoer in der Schule oder in der Stadt war, und fing Will nicht sogleich eine Unterhaltung mit ihr an, so war sie nicht ängstlich, das erste Wort zu sagen.

Eines Tages, als sie vor dem Bort zwischen den Fenstern stand und ganz bedächtig Staub wischte, streckte sie plötzlich die Hand aus uud holte den Johannisstrauß herunter er war verwelkt.

Er hat keine Sonne gehabt, sagte sie. Nun lebe ich auch nicht mehr bis zum nächsten Johannistage mir fehlt es vielleicht auch an Sonne!

Ihr glaubt doch nicht cm so etwas! rief Will. Jungfrauen sollen auch gar nicht soviel in die Sonne gehn. Warum nicht?

Weil ja das versteht Ihr nicht, aber der Schein der Sonne kann cmch zn stark sein, zu fruchtbar Ihr seid am sichersten hier im Kloster!

Mag sein aber auch hier könnte es wohl gefährlich für eine Jung­frau sein!

Hier?

Ja Tür au Tür nnt einem fremden Mann! sagte sie lächelnd. Das hat keine Gefahr, entgegnete Will. Der Fnchs richtet nie Schaden in dem Hof an, der seiner Höhle zunächst liegt!

Seid Ihr ein Fnchs, und bin ich eine Gans?

Ihr seid eine schöne Jungfrau! sagte Will, schlang den Arm um Christences Leib uud küßte sie ungehindert wieder und wieder.

Und dann hatte Christence vergessen, daß ihr der Johannisstrauß ver­welkt war.

Kemp, Pope uud Bryau kamen alle drei zum Besuch ins Kloster; Bull war nicht mitgekommen. Er ist mondsüchtig, sagte Kemp.

Sie erzählten, der König habe ihnen erlaubt, am kommenden Sonntag Nach­mittag eine Vorstellung im Nathanshof für eigue Rechnung zn geben, und jetzt, wo sich Will doch eiuigermaßen frei bewegen könnte, wollten sie unbedingt, daß er mitspiele. Will aber weigerte sich sehr bestimmt: er könne es nicht aushalte», lcmge hintereinander zu stehn, und wenn er nicht ans dem Schlosse vor dem König agieren könne, so wolle er auch nicht im Ratshof auftreten. Nein, hier in Helsingör bin ich eine Privatperson, sagte er, hier muß ich die andern agieren lassen, hier spiele ich keine Rolle aber die Zeit wird schon kommen, wo anch ich auftreten werde!

Jver Krmnme, der von der Schiffsbrücke nach Hanse gekommen war, zog Will jetzt auf die Seite und bat ihn, das Eisen zu schmieden, so lange es warm sei, nämlich seine Kameraden zu fragen, ob sie nichtAgnthvn und Kakophron" einstudieren wollten.