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Hammurabis Gesetzeskodex : ein Beitrag zu seiner geschichtlichen Würdigung
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Die Komödie aus Rronborg

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Schlägt einer seinen Sklaven ins Auge, daß dieses verloren geht, so soll er ihn für sein Ange freilassen."

Überhaupt fehlen in den Gesetzen Hainmurabis solche humanitäre Be­stimmungen, wie sie in dem verglichnen althebräischen Gesetzbuch aufs nach­drücklichste zugunsten der Witwen, der Waisen, der gedrückten Volksklassen überhaupt und der Freindlinge eingeschärft werden (2. Mos. 21, 20, 26 f.; 22, 20ff. 25f.; 23, 3. 6). Andrerseits wird, um mir noch einen Punkt hervorzu­heben, über die Erbrechtsverhältnisse von Buhldirnen in Hammurabis Gesetzbuch so gesprochen (Paragraph 178182), daß man sich über die Gleichgiltigkeit wundern muß, mit der ein solcher Abgrund der sittlichen Verirrung behandelt wird. Man denkt dabei an jenesschändlichste von den Gesetzen der Bciby- lonier" (Herodot 1, 199), nämlich daß jedes weibliche Wesen sich einmal im Leben beim Tempel der Velit Bilit oder Mylitta) einein Fremden preis­geben mußte. Welcher Abscheu vor solcher Unzucht spricht sich dagegen im Alten Testamente aus (1. Mos. 34, 31; 3. Mos. 19, 29 ?c.)!

So könnte ich noch manches zur vergleichendeil Würdigung der altbaby­lonischen Gesetzesinschrift sageu. Doch meine ich, schon im vorstehenden die kultur­geschichtliche Stellung des Hmnmurabi-Kodex hinreichend beleuchtet zu haben.

Die Komödie auf Kronborg

Erzählung von Sovhus Bauditz Autorisierte Übersetzung von Mathilde Nann

(Fortsetzung)

>s war Svnutagmorgen.

Glockengeläute erfüllte die stille, warme Sommerluft, Christenee ging zur Hochmesse in die St. Olaikirche, die Hände über das große, schwarze Gesangbuch gefaltet, und unten auf der Straße wimmelte es von geputzten Kirchgängern.

Dann wurde alles still, nach einer Weile aber bremsten die Orgel­töne aus der alten Klosterkirche, wo Gottesdienst für Deutsche nnd Holländer gehalten wurde, zu den offnen Fenstern herein Will hatte eine Weile das Gefühl, als säße er selber in der Kirche und halte Andacht.

Aber die Andacht währte nicht lange. Unten aus dem Krenzgang her er­ichollen lautes Lachen uud eine kräftige Stimme; man vernahm Schritte auf der Treppe, die Tür wurde aufgerissen es waren William Kemv und Thomas Bull, dre kamen, um sich nach ihrem Kameraden umzusehen.

Sie hatten viel zu erzählen namentlich Kemv, und vor allem natürlich von ihren eignen Leistungen.

Täglich agierten sie in der Regel nach der Tafel vor dem König nnd den sämtlichen Höflingen, oben auf Kronborg, uud das Schloß selbst mit den «°>n^w Nügeln und Bastionen, das auf einem ganzen Netz von unterirdischen Wölbungen und geheimen Gängen ruhe, sei schon allein die Reise wert, sagten sie. ^en Rittersaal mit der künstlich getäfelten Decke, mit dem Thronsessel und allen ^ en köstlichen, gewebten Tapeten konnten sie nicht genug rühmen, und über Mangel Beifall hatten sie sich auch nicht zu beklagen: der König selber hatte gestern