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Der Marquis von Marigny : eine Emigrantengeschichte : (Fortsetzung). 3
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Jetzt kam es vor allem daraus an. sich des jungen Edelmanns für immer zu entledigen. Es war schade um ihn, er war bisher ein angenehmer Gesell­schafter gewesen, er verstand zn reiten und zu schießen wie kein andrer, er konnte erzählen, und was weit schwieriger ist. zuhören uud wußte die Werte zu schätzen, die aus den Töpfen. Bratpfannen uud Pastetenformen des Marignyschen Labora­toriums hervorgingen. Aber was half das alles, wenn der Mann Nevolutwuar war und überdies die Frechheit hatte. Ansprüche ans Herz und Hand der Tochter eines Gönners zu erheben? Hier gab es keine Wahl, kemen Ausweg. Schade um ihn, aber: fort mit ihm! ^ .... c^r s

Und der alte Herr richtete sich in seiner ganzen Höhe auf, legte den Hirsch­fänger auf den Tisch und sagte, als ob er sich jetzt erst wieder des Vorgefalluen erinnere: Sie sind noch hier. Herr von Villeroi? Ich dächte, wir hatten uns nichts mehr zu sagen. Was mich betrifft, so will ich das Geschehene zu vergessen versuchen, das wird für uns beide das beste sein. Ich rechne darauf daß Sie alles vermeiden werden, was mir diesen Tag in das Gedächtnis zurückrufen konnte. Unsre Wege trenneu sich für immer, ich will und kann Sie nicht halten. Leben Sie wohl und gedenken Sie der Warnungen eines Mannes, der Ihnen ein vater­licher Freund war, nnd dein nichts übrig bleibt, als Ihre Verirrnngen zu beklagen.

Henri wandte sich mit einer leichten Verneignng der Tür zu Seine Hand l"S schon auf der Klinke, da schrie Marguerite auf: Vater. Vater assen Sie ihn nicht so fortgehn! Sie sind es. der die Schuld an diesem Auftritt tragt. Sie haben ihn tödlich beleidigt. War es ein Verbrechen, daß er zum Degen grff? Halten Sie ihn zurück, wenn Ihnen am Lebeusglück Ihrer Tochter gelegen ist

Schweig. Marguerite! Dieser Herr ist für dich ein Fremder geworden! Und daß du seinen Namen nie mehr vor mir aussprichst! Hörst du, nie mehr! Sonst sollst du die Hand deines Vaters fühlen lernen! . . c« ^

Marguerite. begann Henri mit bewegter Stimme, dein Vater hat Recht du "mßt dich seinem Willeu sügen. Du bist ja seiue Tochter. Und ich möchte dich vor Kränkungen bewahrt wissen. Laß uus unsre Hoffnungen in em gememsames Grab bestatteu. Unser Traum war zu schön, als daß er zur Wirklichkeit hatte werden können. Leb wohl!

Er beugte sich auf Marguerites Hand und küßte sie. - , °

Danu verließ er festen Schrittes und ohne den Marquis noch eines Blickes z« würdigen, das Gemach. Er war noch nicht auf dem zweiten Absatz der Treppe "»gelangt, als er einen gellenden Schrei vernahm. Gleich darauf riß jemand oben die Tür auf. Es war Marigny, der über den Vorsaal rannte nnd mit dem Ausdrucke ratlosen Schreckens nach Madame Haßlacher rief.

(Fortsetzung solgt)

Maßgebliches und Unmaßgebliches

Moritz Lazarus. Der °m 13. April dieses Jahres in Mera« ^rbue 15. September 1824 iu Filehue (Proviuz P^n) ^ ^' Z

L°zarus verdient ein Blatt der Erinnerung hauptsachlich deswegen wen ist- der Wort nnd Begriff der Völkerpsychologie die ""s At ^ geschaffen h«t („Deutsches Museum" 1851 S.112f . Auch « ß es ^ bei dieser ersten Anregung bewenden, sondern er half an d ' A«s^ daMns mit sowohl durch eigne Untersuchuugen als ^ d°d^ H- Steinthal zusammen die Zeitschrift für Völkerpsychologie herausgab, die vou 1860 bis 1390 in zwanzig Bänden erschienen ist. ^e Per>