Maßgebliches »nü Unmaßgebliches
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AnseinanderseKung mit dem langen Schliebcn, die dank der Vermittlung von Kamerad Stemmern ohne Geknall mislief. Als bald darauf Crotwrf im Kuppelsaal des Landansstellungsgebändes in Berlin stand und die Gruppe betrachtete, die den Künstler darstellt, den die Mnse ans die Stirn küßt, während sie ihn zugleich mit Dornen krönt, ging ihm ein neues Verständnis für das Bildwerk auf. Die Dornen bedeuten uicht bloß Huuger und Kummer, nicht bloß Verkeunung und verwundende Kritik, sondern auch den Kampf im Innern des Künstlers gegen die Zweifel am eignen Beruf uud Vermögen, die schmerzliche Erfahrung, das beste zu wollen und' nicht so zu können, wie man will. Sind die Künstler Söhne Apolls, so haben sie alle einen Jtarusgeist. Sie mochten den Sonnenwagen besteigen und hoch über die Welt dahin fliegen. Aber nicht jeder hat die Kraft dazu, die Rosse seiues Sonnenwagens zu lenken, und mancher bricht den Hals. Darum, wer merkt, daß ihm die Kraft fehlt, der soll Gott danken, wenn er auf festem Boden bleiben uud einen fest vorgezeichueteu Weg fahren kann. Dies überlegte Crvttorf, nnd er hatte Recht.
Maßgebliches und Unmaßgebliches
Innres uud Vandervelde. Herr Innres, zur Zeit Vizepräsident der Depntiertenkmumer, ist eine wichtige und einflußreiche Persönlichkeit. Aus diesem Grunde suhlen wir uns verpflichtet, zu melden, daß seine gesammelten Zeitungs- "Mtze vm, vi. Albert Südckum übersetzt und unter dem Titel: Aus Theorie N> Praxis, sozialistische Studien, voriges Jahr im Verlage der Sozialistischen ^ onntshefte herausgegeben worden sind. Ihres Inhalts wegen verdienen sie nicht, ^ einer deutschen Zeitschrift besprochen zu werden. Bei wiederholter Würdigung e Kirchenstifters unsrer Svzinldemokraten haben wir seine Verdienste um die ^)eorie und die Geschichte der Nationalökonomie anerkannt, aber gerade die Lehren, e das Evangelium der neuen Kirche ausmachen, die Wert- und Mehrwertlehre, o>e ^Zerelendungs- uud Kntastrophentheorie, für Unsinn erklärt. Das zweite tnt "'uh Jaures, natürlich mit höflichern Worten. Aber das wissen wir längst aus Z^tnugen — ohne die Preisgebung des marxischen Unsinns wäre ja die politische < rolle, die Millerand uud Kvnsorteu in der Bvurgeoisrepublik spielen, gar nicht >-eukbc,r ^—, kenntnisreichern deutschen Revisionisten haben, von Bernstein
geführt, mit dem trotz seiner Jugend schon veralteten Kram weit gründlicher aufgeräumt. Nur drei Diuge fiudeu wir in den Aufsätzen des Franzosen, die geeignet ' ""ch in Deutschland Interesse zu erregen. Leuten gegenüber, die schou die ^oee einer sozialistische» oder tvnmmnistischen Gesellschaftsordnung verrückt, und wch mehr verrncht als verrückt finden, hoben wir oft ausgeführt, daß Staat und -urche und überhaupt alle Gesellschaftsordnungen nichts andres sind als sozialistische "nd kommunistische Gebilde. Nur darum konnte das Geschlecht der sechziger Jahre °es vvngen Jahrhunderts vor dem Sozialismus so erschrecken und sich über ihn uttrnsten, weil es im entgegengesetzten Wahne des Manchestertnms befangen war. . bemerkte "M, daß die scheinbar neue Gesellschaftsidee nur die uralte ist, die » hunderterlei Formeu, iu Staaten, in politischen nnd in Kirchgemeiuden, in Gilden, dunsten und Klöstern verwirklicht worden war, daß es niemals ein ganz unbeschranktes Privateigentum gegeben hat, uud daß der Einzelne nur besitzen uud geglichen kann, soweit er auch die andern besitzen und gebrauchen läßt; daß endlich, wenn die alten sozialen Gebilde zu Grunde gehn oder den Dienst versagen, zu ihrem Ersatz nene geschaffen werden müssen. Mit diesen Nenbildnngen beschäftigt sich mm -vMires in mehreren seiner Aufsätze und zieht aus ihrer Betrachtung die selbstverständlich