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Feuer! : Erinnerung aus dem russischen Polizeileben :
(Fortsetzung)
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Maßgebliches und Unmaßgebliches

nach dein Gurte der Beinkleider, an dessen Abivnrtsfahren er gewöhnt war, konnte ihn aber nicht finden, da er die Beinkleider nicht anhatte —, daß sie mir svgleich folgen und sich durch das dumme Weib nicht irre machen lassen.

Nimm sechs Manu mit, sagte ich zu dem Gefreiten, und folge mir. Wir müssen das Polizeiarchiv retten.

Herr Polizeibecnnter! schrie der Richter und faßte vergeblich nach dem nicht vvrhandnen Gurte, was soll das heißen! Was erlauben Sie sich! Keiner darf weg. Ich verbiete es euch. Ich werde euch kraft meines Amtes zur Verant­wortung ziehn.

Verzeih» Sie, Herr Richter, sagte ich, mich an ihn wendend, aber ich habe das Archiv des Stadtteils in Sicherheit zn bringen und außerdem — ciu Menschen­leben.

Ah, sagte er, ich verstehe, einen Gefangnen, der eingeschlossen ist. Gnt, nehmen Sie zwei Mann, aber uicht mehr. Die übrigen unterstehn sich nicht zu gehn, rief er wieder laut. Ich verbiete es.

Wähle dir sechs Mann, und vorwärts! befahl ich dem Gefreiten.

Herr Beamter! schrie der Richter wieder, ich warne Sie. Laut Artikel — er nannte die Nummer — habe ich das Recht, das Militär zur Hilfe heranzuziehu, und ich — ich sage iu gewissen Fällen darf ich . . .

Ich hörte nicht weiter ans ihn uud eilte mit den sieben Soldaten auf die Straße.

(Schluß folgt)

Maßgebliches und Unmaßgebliches

Kulturprobleme. Unter dem Titel „Kulturprobleme der Gegenwart" gibt Leo Berg eine Sammlung heraus, von der uns die drei ersten, voriges Jahr bei Johannes Räde in Berlin erschienenen Bäudchen vorliegen. Professor Dr. Thomas Achelis behandelt „Die Ekstase in ihrer kulturellen Bedeutung." Er zeigt, wie die Werkstatt des Unbewußten, aus der die Bcwußtseinserscheinungen als fertige Arbeits­erzeugnisse hervorgehn, die Quelle aller außerordentlichen Beteiligungen der Seele ist, der Antrieb zu solchen aber, von den wüsten Träumen uud kannibalischen Ex­zessen des Wilden bis zur höchsten, edelsten und reinsten Begeisterung des Heiligen, des Patrioten, des Künstlers, in der die Sehnsucht liegt, sich über das Alltägliche zu erhebe» und von seinem Druck zu befreien. Je reichlicher die Beispielsammlung ausgefallen ist, mit der Achelis seine Theorie beleuchtet, desto mehr vermissen wir zweierlei: Beispiele aus dem Gebiet der christlichen Mystik, die uus doch näher liegt als die der Naturvölker, der Mohammedaner und die der alten Griechen, und die Hervorhebung des Unterschieds zwischen der christlichen Mystik, deren Wirknngs- gebiet bekanntlich weit über die Grenzen der katholischen Kirche hinausreicht, und den meist unheimlichen und zum Teil lasterhaften Ausbrüchen des Hanges zum Übernatürlichen iu der heidnischen uud mohammedanischen Welt. Wir würden dem Verfasser gern ein halbes Dutzend seiner Jndianergeschichten schenken, wenn er uns statt dessen Züge aus dem Leben des von Hilty so hoch geschätzten Blumhardt mitgeteilt hätte. Er erwähnt diesen nur bei den Heilungen durch Gebet mit den Worten, dergleichen komme auch in neuerer Zeit vor, „wie zum Beispiel die be­kannten Versuche und Erfolge des schwäbischen Pfarrers Blumhardt beweisen." Nein, diese Erfolge sind nns eben ganz nnd gar nicht bekannt, während wir die Jndier-, Indianer-, Derwisch- uud Hypuvsegeschichteu, die uns Zeitschriften und kulturhistorische Werke seit Jahrzehnten auftischen, schon längst satt haben. — Adolf Damaschke hat acht Vortrcigc beigesteuert, deren Leitmotiv selbstverständlich