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Bismarck in Varnhagen von Enses Tagebüchern (1835 bis 1858). 14 Bände : nebst einem Ausspruche Bismarcks über diese Tagebücher
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Vom Hohenstanfon zum Hohenzollern

In seinem Buche „Graf Bismarck und seine Lente" verzeichnet Moritz Busch unter dein 5, Dezember 1870 in Versailles nachstehende Äußerungen Bismarcks über Varnhagen von Ense und dessen „Tagebücher" (Ausgabe von 1884, II. Band, Seite 79):

— — „Das hinderte nicht, daß er (Alexander von Humboldt) hernach mit Varnhagen über den Hos räsonnierte uud allerlei schlechte Geschichten von ihm erzählte. Varnhagen hat dann Bücher daraus gemacht, die ich mir auch gekauft habe. Sie sind erschrecklich tener, wenn man die paar Zeilen bedenkt, die eins großgedruckt auf der Seite hat."

Keudell meinte, aber für die Geschichte wären sie doch nicht zu entbehren.

„Ja — erwiderte der Chef —, in gewissem Sinne. Im einzelnen sind sie nicht viel wert, aber als Ganzes find sie der Ausdruck der Berliner Säure in einer Zeit, wo es nichts gab. Da redete alle Welt mit dieser malitiösen Impotenz!" — „Es war eine Welt, die man sich ohne solche Bücher jetzt gar nicht mehr vorstellen kann, wenn man sie nicht selber gesehen hat. Viel auswendig, nichts Ordentliches inwendig."

Georg Börticher

Vom Hohenstaufen zum Hohenzollern

Gins Lußwandrnng (Schluß)

!enn man das Steinlachtal aufwärts von Tübingen zum Hvhen- I zollern wandert, ist es nicht ohne Interesse, sich zu erinnern, daß !dies die alte Heerstraße nach der Schweiz ist, die vor hundert Jahren auch Goethe einschlug, und über die er in seiner „Reise Im die Schweiz" manche scharfen, auch jetzt zum Teil noch zu­treffenden Bemerkungen niedergelegt hat. Als er die Grenze von Württem­berg und Hohenzollern überschreitet, erkennt er das alsbald an der großen Verschlechterung der Wege; tatsächlich ist damals und auch noch lange nachher die Verwaltung in Württemberg viel besser gewesen, jetzt ist ein Unterschied nicht mehr bemerkbar. Auch Goethe findet das Laudschaftsbild, das der Hohenzollern mit seiner nächsten Umgebung bietet, entzückend; man gewinnt den Überblick verhältnismäßig spät, erst von der letzten Anhöhe von Hechingen, mit der Bahn kommend erst unmittelbar vor der Einfahrt in den Bahnhof. Um so mächtiger und überraschender ist dann aber der Eindruck. Zur Linken zieht sich waldbewachsen der Höhenzug der Alb; im Vordergründe liegt, sich an einem Abhang hinaufziehend, freundlich die alte Stadt Hechiugen mit dem eigentümlichen Turmhelm ihrer Pfarrkirche, und dahinter schließt das Bild ganz freistehend der sich auf breiter Basis schlank aufbauende Kegel des Hohen­zollern, gekrönt von seiner prächtigen, turmreichen Burg. Charakteristisch und reizvoll für das Bild ist auch das Kirchlein Mariazell, das in dem Sattel zwischen dem Zollern nnd dem Gebirgsstock mit seinen hellen Wänden gar