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Eduard Mörike als Künstler
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Gin Sommerurlaul' in Pommern

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Im Winkel, wo sich einsam des Daches Trans In morscher Rinne sickernd vereiniget.

Hängt mannsdick, zuckerkandelartig

Schimmernd ein sechsfach verwachsnes Monstrum. Bald wehen laue Lüste den Frühling her, Dem Gartenbeet vergoldet der Krokus schon;

Eidcchslein sonnen ihr smaragdnes

Kleidchen am bröckelnden Felsen wieder. Grün wird das Wiesental, und der lichte Wald Vertieft in Schatten schon sich geheimnisvoll,

Die wilde Taube gurrt, der Jäger

Schmückt sich den Hut mit dem jungen Zweige. Blieb denn von jene»? eisigen Ungetüm Auch wohl die Spur noch? -- Warte den Sommer ab,

Im schlimmsten Fall, o Bester, denke,

Daß noch des Wildes im Forste mehr lebt!

Das Neujahrslied, ebenfalls an Hartlaub gerichtet, lautete ursprünglich:

Grüßt ein PhilisterProst Neujahr," Von Kindheit ging mirs wider die Haar; Verlegen, freundlich stumm beinah Und wie ein Simpel steh ich da.

Dagegen hat michs nie verdrossen,

Wenn mir ein Mann von Lebensart

Genesung" rief, weil ich genossen

Und brummte meinSchöndank" in Bart. An solche Wünsche, federleicht, Wird sich kein Gott noch Engel kehren. Ja, wenn es so viel Flüche wären, Dem Teufel wären sie zu seicht.

Doch wenn ein Freund in Lieb und Treu

Dem andern den Kalender segnet,

So steht ein guter Geist dabei;

Du denkst an mich, was Liebes dir begegnet,

Ob dirs auch ohne das beschieden sei.

Auch hier nahm der Künstler einen Neinigungsprozeß vor: er beseitigte !e beiden ersten, rein subjektiven Strophen, vereinigte die beiden letzten zu ^ner und nahm die notwendige kleine Änderung in der ersten Zeile vor, iudem ^ fürsolche Wünsche" setztetausend Wünsche." So steht nun das Gedicht in der Sammlung Seite 228.

Gin Sommerurlaub in Pommern

(Schluß)

em Städter, der den täglichen Besuch des Bäckers und des Fleischers als notwendige Bedingungen einer geordneten Haushaltung anzusehen gewohnt ist, könnte es vielleicht sonderbar vorkommen, wenn er erfährt, daß es auf einem Gute, das wie Forksdorf ein Dutzend Kilometer von der nächsten Stadt entfernt war, keinen Bäcker und keinen Fleischer gab. Es mußte aber muh ohne diese Proviantlieferanten gehn, und ,g^"g sehr gut. Frischbackne Semmeln gab es freilich nur aller zwei oder i Tage, aber man machte es eben Wie Friedrich Wilhelm mit Pauline, man