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Die nationalliberale Partei
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Die Ausbildung der Höhen: verwaltungsbeamten in Preußen und andres 261

entgegengesetzten Kundgebungen aus den Wühlerkreisen es ist übrigens dieses- mcll andern Parteien nicht besser gegangen erinnern an die Äußerung Wismarers zu einem englischen Diplomaten:Wenn die Deutschen das Geld dazu hätten', hielte sich jeder seinen König." So sieht auch jeder Wähler in dem Abgeordneten seinen Beauftragten, den er durch die elektrische Klingel zu dirigieren berechtigt ist. Es ist das ein auffülliger Mangel an Staatssinn, ein Mangel des Blicks für das politisch Mögliche, ein Mangel, dessen Vor­handensein in solchem Umfange dreißig Jahre nach der Aufrichtung des Reichs in Erstanueu setzen muß. Die staatssiunige Gentry. Englands stürkste Stutze, ist bei uns leider noch nicht in der Zunahme begriffen, eher im Rückgange, und dein entspricht auch die Zusammensetzung des Reichstags.Immer strebe znm Ganzen" hat Schiller seineu Deutsche,: schou vor mehr als hundert Jahren vergeblich zugerufen,und kannst du selber kein Ganzes werden als dienendes Glied schließ au ein Gcmzes dich an!" Ja. wenn das Dienen, das freiwillige Dienen, den so stark individuell angelegten Deutschen nur nicht so schwer fiele! Der Nntionalfchler, an dem einst das alte Reich zu Grunde ging, haftet uns auch heute noch mit voller Stürke an. Man halte doch Umschau: die Par­teien, die die meiste Disziplin haben, haben auch die meisten Erfolge. Die nnwiderlegliche Sprache der Zahlen predigt der nationalliberalen Partei laut und eiudringlich genng die Lehre, vom Feinde zu lerueu. Würde sie zu denen gehören, die nichts lernen und nichts vergessen, dann würde sie bald Nieder national noch liberal, vielleicht überhaupt nicht mehr sein. »8*

Die Ausbildung der höhern Verwaltungsbeamten in Preußen und andres

Ein Mahnruf an alle, die es angeht

(Schluß) 3

er Gesetzentwurf sieht weiter einschneidende Änderungen in den Einzelheiten der Ausbildung der Ncgierungsrcfercndare vor. Er geht nach der Begründung dabei von der Erwügung aus, daß der Vorbereitungsdienst, so wie er jetzt geordnet sei, namentlich wegen der ungenügenden Dauer der Beschüftiguug bei den vkalbehörden, also an den Stellen, wo sich die Verwaltung in unmittel­barer Berührung mit Land und Leuten vollziehe, dem angehenden Ver- ^wngsbeamten zu wenig Gelegenheit biete, aus eigner Anschauung die ^erhültnisse und die Wirkung der Gesetze uud der Verwaltungseinrichtungen ^nnen zu lernen, und ihn zu wenig in die Lage bringe, sich die Fähigkeit, ^e Bedürfnisse von Land und Volk zu erfassen, sowie die Gewandtheit im verkehr mit dem Publikum und den Takt anzueignen, ohne die eine gedeih- iche Verwaltuugstätigkeit uicht denkbar sei. Zu diesem Zweck will man die Grenzboten I 1903 34

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