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wirklicht werden können, die für die Gründung maßgebend, jedoch durch dok- trinelle und kircheupolitischc Streitigkeiten stark hintangesetzt worden waren. Denn hat sich eine Universität auf ausschließlich katholischen Boden gestellt, so steht und füllt sie mit der vollen Anerkennung des gesamten katholischen Glaubens- lind Übcrlieferungsinhalts. Die Wahrheit dieses Satzes hat die kurze Geschichte der katholische» Universität von Amerika schon so weit illustriert, daß es nicht geraten erscheint, den Beweis für die Richtigkeit des Gegenteils weiter fortzuführen, wie es bisher geschehn ist. Da man nicht annehme» kann, daß die Prälaten von St. Paul und Dnbuque, die bisher die Richtung wesentlich mitbestimmten, ihre Anschauungen ändern werden, so dürfte der erste Schritt zur Sanierung der Verhältnisse iu der Ausschaltung ihres Einflusses liegen. Wenn dann weiterhin der jetzige Rektor etwas vorsichtiger im Gebrauche der lateinischen Sprache werden würde, die gänzlich unbedeutenden Professoren durch bessere wissenschaftliche Kräfte ersetzt werden und der gesamte Lehrkörper — Hyvernat und Bouquillon ausgenommen — mehr wissenschaftliche Leistungen von anerkanntem objektivem Werte produzieren würde, so wäre das als ein bedeutender Fortschritt mit Freude zu begrüßen. Der ziemlich großsprecherische Text des?sg.r-LooK müßte auch etwas umgestaltet werden, daß er mehr den thatsächlichen, wesentlich bescheidnern wirklichen Verhältnissen entspreche, weil man bisher leider hat feststellen müssen, daß Wort und That nicht immer zusammengehn. Bei der persönlichen Kenntnis, die ich von der Universität und vielen ihrer Mitglieder habe, glaubte ich die vorstehenden Be- merkuugeu als Zeichen meines aufrichtigen Interesses aussprechen zu sollen, um mein Scherflein zur Besserung der Dinge beizutragen.
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er Leser braucht vor dem Gange, zu dem ich ihn heute einlade, kein Grauen zu empfinden. Was an dem Hause, in das ich ihn führe, grauenhaft ist, verbirgt sich dem Blick des Uneingeweihten so vollständig, daß man flüchtige Besucher oft fast erschrocken sagen hört: Aber nach allem, was ich hier gesehen habe, sind diese Leute ja viel glücklicher darau, haben es viel besser, als so mancher brave ehrliche Mann da draußen, der trotz des heißesten Ringens mit dem Dasein nicht aus den Sorgen um die notwendigsten Bedürfnisse des täglichen Lebens, um ein schützendes Obdach für seine Familie, um das tägliche Brot für seiue Kinder herauskommt! — Gewiß, o gewiß! für die Insasse» dieses Hauses ist täglich der Tisch — „gedeckt" kann man allerdings nicht sagen, aber — bereitet. Auf die Sekunde pünktlich wird ihnen dreimal täglich das Essen gebracht; auf die Sekunde pünktlich dürfen, nein — müssen sie ihre Lagerstatt, die gut und reinlich ist, aufsuchen; kein vergeblich Arbnt suchender ist unter den sechs bis acht Hunderten. Sogar für den täglichen