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Am St. Gotthard :
(Fortsetzung)
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Am Fuße des Hradschins

sich von der Furtastraße abzweigt, ist jetzt Zeughaus, Als Sust galt auch das Hospiz auf der Paßhöhe, Der Transport ging von Sust zu Sust (Teil> balle"); für dasDurchsäumen" auf der ganzen Strecke, wie es die Ord­nungen von 1315 und 1383 erlaubten, mußte eine besondre Gebühr (Für- leiti") bezahlt werden. Die Lasten wurden von Maultiere» und Pferden ge­tragen, da leichte Wagen oder Schlitten nur ganz ausnahmsweise und nur von Reisenden benutzt wurden, und zwar trug das Tier auch später noch drei Zentner oder Lasten, Bei gutem Wetter brauchte ein Saumtierzug vou Flüelen bis Bellinzona vier Tage. Schon um 1303 brachten die habsburgischeu Zölle auf der Gotthardstraße von Hospcnthal bis Neiden (südlich von Ölten) jährlich vierhundert Pfund Silbers (9200 Franken, nach heutigem Kaufwerr 55000 Franken), gegen Ende des Mittclalters bis 1113 Pfund (23000 Franken, im jetzigen Kaufwert 138 000 Franken); in derselben Zeit ging eine Gütermenge durchschnittlich vou 25000 Zentnern jährlich über den Gotthard, Reisende legten den Weg zu Fuß oder zu Pferde zurück, sehr selten mit Geschirr, wie sich im März 1401 der Oxforder Jurist Adam von Usk eines einspännigen Ochsenwagens, zu Ende August 1438 der spanische Edelmann Peter Tcifur eines Ochsenschlittens bedienten, beide zu einer Jahreszeit, wo Schnee lag, also zu Fuß schwer vorwärts zu kommen war. Jedenfalls ist der Paß auch im Wiuter benutzt, also bis zu einem gewissen Grade offen gehalten worden- Eine Mailäudische Stafettenpost mit Relais wurde zuerst 1494 eingerichtet, war aber nicht von Bestand; erst 1693 legten Berner und Züricher Unter­nehmer wieder eine Postlinie über den Berg, die Dauer hatte.

(Schluß folgt)

Am Fuße des Hradschins

von Georg Stellanns ! oseph, du hcist doch das Ciborium und deine Schuhe nicht einzupacken vergessen, fragte Pater Aloysius. der jugendliche Kaplan des Fürsten ! Montenero.

Jesus Maria! Ja, die roten Schuhe und die roten Strümpfe hatte Joseph richtig eingepackt, aber die Hauptsache, das Ciborium ^ hatte er beinahe vergessen! Wurden nicht auch die beiden kleinen Phialen mitgenommen?

Nein. Phialen und alles übrige würde man in Prag finden. Nur das Ci­borium mußte nian für die ersten Tage mitnehmen, weil das der Präger Palais­kapelle beim Goldschmied war.

Auf Deutsch hatten das die beide», der Kaplan und der Chvrjunge, nun freilich '^"'"e"'""oer verhandelt, sondern auf Tschechisch, mit einer Weichheit und einem ^ohltlange der Lantbildnng, wie es ihnen so leicht kein deutscher Kaplan und lein deutscher Chvrjunge gleichgcthcm hätte. Sie waren beide Stockböhmen und wären eher auf den Gedanken gekommen, sich gegenseitig mit kaltem Wasser zu begieszen, als einander deutsch anzureden. Aber was hülfe es dem einen oder dem andern deutschen Leser, dem die slawische Mundart nicht geläufig wäre, wenn ihm der -Wortlaut von Frage und Antwort in der ursprünglichen Fassung mit den korrekten