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Etwas zur Diakonissensache
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Elizabeth Barrett-Browning und George Sand

Auch sollte der leitenden Schwester einer auswärtigen Station wohl genügende Einsicht zugetraut werden können, daß man ihr bei den außerhäuslichcn Er­holungen die Entscheidung überErlaubt" undUnerlaubt" überließe.

L. A,

Glizabeth Varrett-Browning und George Hand

von m. I. Minckwitz

legensätze berühren sich; auch der Literarhistoriker weiß von solchen Fällen zu berichten. Wer würde nicht bei einer rein summarischen Kenntnis der Biographie und der Werke von Elizabeth Barrett- Browning die Möglichkeit einer gewissen Geistesverwandtschaft ! zwischen ihr und ihrer französischen Zeitgenossin George Sand energisch von der Hand weisen? Und dennoch wird der sorgsame Leser von Aurora I-Ligb. einen bestimmten Einfluß der französischen Nomantikerin ver­spüren und es begreiflich finden, daß der Enthusiasmus der englischen Dichterin, durch langjährige Lektüre immer stärker angefacht, gerade in der Zeit, in der sie ihreNovelle in Versen" schrieb, zn wiederholter persönlicher und herz­licher Begegnung führte.

Von vaterländischer, d. h. englischer Seite fand Elizabeth Brownings Be­geisterung für George Sand wenig Nahrung. Unter den Freunden, denen sie 1850 aus Paris über ihr Zusammentreffen mit der gefeierten Schriftstellerin brieflich berichtete, wurde sogar ciue recht kleinliche Art von Kritik laut. Mrs. David Ogilvh bekundete unverhohlene Entrüstung über die Freude, die eiu Kuß von den Lippen George Sands der Elizabeth bereitet hatte. Sie nahm nicht Anstoß, mit echt insularer, prüder Bcdcuklichkeit die geniale Französin ans das niedrige Niveau von Thackerahs Heldin Nebeeca Sharp (in Vanih' ?g.ir) hinnbzudrücken und somit Elizabeth Browuiugs hochsinnige Anschauung schonungslos zu verurteilen. Man hat es ihr in England nie verziehen, daß sie weder die Jnsclpolitik ihrer Landsleute teilte, noch bei der Benrteilung des Privatlebens bedeutender Persönlichkeiten den allgemein üblichen moralischen Wertmesser anlegte. Aber in ihrer ausgesprochen Vorliebe für George Sand ließ sie sich deshalb niemals beirren.

Diese Vorliebe ist nicht vorübergehender Art, sondern tiefwnrzelnd und langjährig. Schon im Jahre 1845 erklärte sie in einem Briefe an Mr. Chorlcy (vom Athenäum), daß ihr Madame Dndevant die höchste Bewundrnng ein­flöße. Il N^äainö Ouclkvant is not tbs lir8t l'öumlö Mniu8 ot' a,n^ oountrv or ug's, I reallz? äo not lcnov vllo is. Ihr Freuud uud Kritiker hatte freilich wenig Sympathie für zeitgenössische französische Noinandichter übrig. Es be­fremdete ihn sicherlich, daß Elizabeth an George Sand den Adel der Gesinnung rühmte g-rantinA' gll tlrs evil aucl xsrilous strit? nMous38S8 anä roMnö836S