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Institutsreisen
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Niels Glambäk

nur irgend mit dem Zwecke der Reise verträgt; denn je mehr Teilnehmer, um so billiger für den einzelnen. Die fremden Elemente können also nur in dem Maße ausgeschieden werden, als die Zahl der Deutschen wächst.

Es scheint indessen fast, als ob sich besonders in Norddeutschland manche durch falsche Vorstellungen von den Schwierigkeiten, Unkosten nnd Führnissen dieser Reisen zurückschrecken lassen. Viele scheinen auch zu glauben, daß der Zudrcmg zu groß sei, als daß sie je auf Annahme rechnen dürften. Dörpfeld selbst aber sprach in meiner Gegenwart wiederholt den Grundsatz aus, daß er deutsche Archäologen und Philologen nie zurückweise. Er hält selbst bis in den Mürz hinein noch Stellen für solche frei, indem er ausländischen oder nicht fachmännischen Meldungen gegenüber die definitive Entscheidung bis dahin hinausschiebt. Besser ist es ja allerdings, wenn man sich schon zu Neujahr meldet.

(Schluß folgt)

Niels Glambäk

N)ie er ein Mann wurde von A. G. Bröndsted Dritter Teil. (Schluß) 1

iels sitzt an seinem Schreibtisch in seinem Wohnzimmer in Kopen­hagen nnd arbeitet. Den Schreibtisch hatte ihm einst Karl Huitfeldt geschenkt; was darauf war, und was darin, rührte auch von Karl Huitfeldt her. Dasselbe galt von den meisten der Bücher ringsum an den Wänden, von den Regalen selbst und den Schränken auch. Niels hatte zwei Zimmer, eine Wohnstube und eine Schlafkammer; die Wohnung und alles, was darin war, hatte Huitfeldt bezahlt. Niels wohnte nicht mehr in Negeusen. Er hatte von der Freigebigkeit dieses Mannes gelebt, nnd zwar reichlich. Jedes Quartal war ihm ein Wechsel von Rödsten geschickt worden; nur daß er dafür fleißig sein uud aus der Wohlthat Nutzen ziehn sollte. In der letzten Zeit hatte er jetzt Landwirtschaft studiert; für die ganze theoretische uud die praktische Ausbildung dazn hatte Huitfeldt sorgen wollen, um ihn zuletzt zu einem reichen Manne zu machen, zu einem der größten Grundbesitzer von Däne­mark, zum Herrn von Rödsten.

So hatte es sich ausgenommen, das Zuknnftsschloß das Luftschloß, das vor ein paar Wocheu eingestürzt war.

Aber Niels sitzt bei Bücheru und Papieren und arbeitet; er hat wieder mit der Jurisprudenz begonnen, repetiert, was er einmal gekonnt hat, überlegt und ordnet seinen Studienplan, die Lampe scheint auf seine gespannten Züge.

Die Lampe ist sein Kamerad und sein Freund geworden. Sie spricht zuweilen mit ihm, und sie sagt jetzt:

Glaubst du nun auch, daß du durchkommen wirst, jetzt, wo alle Hilfe auf­gehört hat?

Und das von der Arbeit gespannte Gesicht spricht in seinem Schweigen und antwortet der Lampe: