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Aus dem Lande der Cypressen :
(Schluß)
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Stiels Glanibäk

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dein Marklisplatz, essen Granitaeis und füttern die Tanben, oder sie stehn vor den unzähligen Läden mit den unzähligen bunten Sächclchen nnd finden immer dasselbe. Dasselbe bunte Glas, dieselben Photographien, dieselben Seiden. Aber es ist lustig, durch die schmalen Straßen nach der Ponte Nialto zn wandern und überall die­selben bunten Seidendecken und Spitzen zu finden. Zeigt man sich auf einer der unzähligen Brücken, gleich schießt eine Gondel heran, uud der Gondoliere erbietet sich, für ein Weniges den Fremdling nach Hause zu fahren. Es sind hübsche, ge­schmeidige Mensche«, und ihr Fahrzeug ist solide gearbeitet. Gerade so, wie vor fünfhundert Jahren; dasselbe Holz, dieselbe Verzierung, und derselbe gutturale Schrei wird es auch sein, mit dem der Bootfnhrer in einen kleinen Kanal einbiegt. Einige Straßen sind totenstill. Hier sitzt nur eine bliude Frau und streckt die Hand ans; oder ein Apfelsinenverkäufer hockt auf der Erde und betrachtet uns mit blitzenden Augen. Aber er sagt nichts; uud die alte», schweigsamen Hänser zu beiden Seiten mit kleinen vergitterten Fenstern uud eiuem kunstvoll gearbeiteten Thürklopfer schweigen gleichfalls. Wer Leben sehen will, der mnß am Abend auf die Pinzzetta gehn. Da stehn Hunderte von lachenden, schwatzenden Menschen; die Gondeln gleiten hin uud her; von allen Seiten ertönt Musik, und auf deu weißeil Marmvrfiguren vvu Sau Marco zittert das Mondlicht.

Es ist alles vergangne Pracht; aber was von ihr geblieben ist, ist unvergeßlich schon, nnd wer sie nicht kennt, der sollte Hinreisen und sie sich ansehe,?. Vielleicht werdeil ihn die Zanzareu stechen, und das nächtliche Geplauder der Benetianer wird Mi zu viel werden. Vielleicht hat er einen Abscheu davor, betrogen zu werden, und manches, was zu Hause so schön und bequem ist, sucht er in der Fremde ^ergeblich. Aber wer reisen will, der schweig fein still. Nämlich über die kleinen Verdrießlichkeiten, die jeden in Italien erwarten, der sich nicht von einem großen Hotel ins andre schieben läßt, und der reisen will, anstatt gereist zn werden.

Dem aber, der zn reisen versteht, wird das Land der Cypresseu doch immer das ^nnd der Sehnsucht bleiben.

Niels Glambäk

Wie er ein Mann wurde von U. G. Bröndsted Zweiter Teil 21

uitfeldt geht au ihm vorbei in die Vorhalle. Die Dame verhüllt ihr Gesicht mit dem schwarzen Schleier, verneigt sich, scheint in die Erde versinken zn wollen, richtet sich laugsam auf, steht mit gesenktem Kopf da.

Bitte, folgen Sie mir, sagt Huitfeldt freundlich. - Er geht vorall in sein Kabinett. Es ist etwas an ihrem Schritt

^'"er ihm, was ihn veranlaßt, den Kopf zu wenden, aber nur ein wenig nnd einen Augenblick.

Nehmen Sie Platz! Mit wem habe ich . . . , Er stockt; es ist etwas au dem Rascheln ihres Kleides, oder was es sonst sein g, was ihn veranlaßt, inne zu halten, aber sogleich fährt er fort, und in deni- ^"en frenndlichen Ton:

Womit kann ich . . .

»est ^"'"^ ^ sich gesetzt, aber in demselben Augenblick ist sie wieder anf­anden. Langsam zieht sie den schwarzen Schleier vom Gesicht, erhebt den Blick