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Deutsch-amerikanische Freundschaft und ihre Grundbedingungen
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F. F. Kraus und derreligiöse Katholizismus"

auch der Kaiser betont.Weithin zieht unsre Sprache ihre Kreise auch über die Meere; weithin geht der Flug unsrer Wissenschaft und Forschung. Kein Werk aus dem Gebiete neuerer Forschung, welches nicht in uusrer Sprache abgefaßt würde, und kein Gedanke entspringt der Wissenschaft, der nicht von uns zuerst verwertet würde, um nachher von andern Nationen angenommen zu werden. Und dies ist das Weltimperium, welches der germanische Geist an­strebt." In der That, das Schwert des Geistes ist es, mit dem wir die Welt erobern, und in dem Schatze, den wir zu verschenken haben, liegt uusre Kraft. Sicherlich haben Nur damit das bessere Teil gewählt. Denn es bemißt sich vor dem Forum der Weltgeschichte so wenig dies gewissen Leute« mit etwas dürftiger Phantasie einleuchten mag, die sich die Ent­wicklung des Völkerlebens nun einmal nicht anders als unter dem Bilde einer großen Prügelszene vorstellen können der wahre Wert einer Nation wie der eines einzelnen Menschen zu guter letzt danach, was ihre Existenz für die Verwirklichung eben der allgemein menschlichen Kulturideale bedeutet hat. Darum begrüßen wir Dentschen die amerikanische Union neidlos bei der Ver­folgung ihrer immer höher gesteckteu Ziele und widersprechen nicht ihrem stolzen Rufe: ^insrioAiüsg.ti0Q ok tlis -^oilck!, den wir unsrerseits nur durch einen weit bescheidnern ergänzend erwidern:Germanisieruug Amerikas!"

Greifswald Heinrich waentig

F. F. Kraus und derreligiöse Katholizismus"

Von Max Wingenroth

m 29. Dezember 1901 meldete der Telegraph von San Nemo den Tod des Freiburger Kirchenhistorikers und Archäologen Franz Xaver Kraus: das scheidende Jahr fügte damit dem deutschen Geistesleben noch einen schweren Verlust zu. Es war nicht uur ein ehrenwerter Professor und stiller Gelehrter, der da gestorben war; es ist auch nicht nnr der glänzende Schriftsteller, dessen Essays den verwöhntesten litterarischen Geschmack befriedigten, nicht nur der rastlos thätige Meister der christlichen Archäologie in Deutschland, der Biograph Dantes und der Verfasser der monumentalen Geschichte der christlichen Kunst, dessen Verlust wir beklagen. Mehr als eiu halbes Jahr ist seit seinem Tode hingegangen, und noch heute beschäftigt sich die öffentliche Meinung mit dem Verstorbnen; noch rnhn die Versuche nicht, sein Bild zn verdunkeln oder zu klären. Das kündet auch dem an, der den Namen kaum gekannt hat, daß mit dem, der ihn trug, ein Repräsentant einer besondern Richtung im Leben unsers Volks dahingegangen ist. Er war der interessanteste und kühnste Vertreter dieser Richtung.

In der That bedeutete Krauseus Name ein Programm; er bedeutete den Protest gegen die jesuitisch-nltramontanen Bestrebungen in der katholischen