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Niels Glambäk : wie er ein Mann wurde : erster Teil
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Maßgebliches und Unmaßgebliches

das Von Tauperlen glänzende Gebüsch dort drüben war eine Schar lachender Schwestern nnd Brüder.

Herr Gott! seufzte er denn er hatte sich auf der Kindlichkeit ertappt, daß er zum Fenster hinaus nickte und grüßte.

Hinter den Scheunen begann das Ackerland. Auf dieser Seite stcmd lauter Weizen, ein größeres zusammenhängendes Weizenfeld fand sich nirgends in diesem Teil des Reichs. Unter dem milden Regen bei Nacht und dem warmen Sonnen­schein bei Tage wurde es jeden Tag gelber; nun erstreckte sich der goldne Teppich wogend über Höhen und Tiefen bis an den Horizont; es war ein wahrer Segen, und es war Niels, als habe auch er teil daran.

Uud an einer andern Stelle war die Noggenernte schon im Gange. Niels war unter den Schnittern und Garbenbindern und half auch mit; da spürte der bleiche Jüngling aus der Stadt, wie gut es ist, wenu der Schweiß rinnt, uud die Muskeln sich spannen, und die Wangen sich bräunen. Und wenn er dann heim kam heim, welches gute Wort!, dann konnten Herr Huitfeldt uud Fräulein Lassen ihm zulächeln, wie er sich dachte, daß Vater und Mutter ihn nach einem gut verrichteten Tagewerk empfangen haben würden.

Lieber Gott, dachte er, uud da fragt man mich, ob ich es nicht etwas einsam hier hätte! Einsam? Nein, die Buchdruckerei daheim iu der Grönuegade und Onkel Glcnnbcik undTante" Glambäk und die sozialistische Wirtschaft uud die politi­sierenden Studenten und die Anschauungen in derstudentischen Gesellschaft" und die sanern Bücher das war Einsamkeit.

Da wo die Landstraße zwischen dem Schloß und dem Bahnhof ihre scharfe Biegung macht, da wo Niels vor sechs Wochen zum erstenmal über die weiten Äcker und Wiescngründe mit ihren Bächen, Seen, Dörfern, Kirchen und Wäldern geschaut hatte, über die fruchtbare Landschaft, die das Nödstener Schloß umfängt da wandte er sich im Wagen um und winkte mit der Peitsche ein großes Lebe­wohl! die Anwesenheit des Kutschers Per, der hinter ihm saß, hatte er ganz vergessen.

Ja ja, sagte Per, Sie kommen doch wieder!

Und kurz darauf fügte er geheimnisvoll hinzu:

Es könnte ja auch sein, daß Sie einmal ganz dablieben. .

Was? rief Niels, indem er einen verkehrten Ruck an den Zügeln that.

Sie müssen sie fester in der Hand haben, sagte Per. Dann sah er aus, als wolle er sich über etwas aussprechen aber als er am Bahnhof den alten Brief­träger gewahr wurde, setzte er sich wieder stramm und plauderte nicht mehr mit Niels.

Maßgebliches und Unmaßgebliches

Nochmals Partei, Politik nnd Wissenschaft. Herr Professor Dr. Fr. Paulsen schreibt uns: Soeben geht mir Nr. 29 der Grenzboten (17. Juli) zu, worin unter demMaßgeblichen und Unmaßgeblichen" einige Bemerkungen über mein vor kurzem erschienenes Buch über die deutschen Universitäten sich finden. Da es mir nicht gleichgiltig ist, wie den Lesern der Grenzboten mein Buch und mein persönliches Bild sich darstellt, so bitte ich mir eine Anmerkung zu jenen Bemerkungen zu gestatten.

Aus der Darstellung des Artikels könnte ein Leser entnehmen, daß ich ein Vertreter des dort gebrandmarktenHistorismus" oderMachinvellismus" sei, der