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Griechische Reiseskizzen : 2. Athen :
(Schluß)
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Niels Glambäk

Bahnhof? Meine Dame. Sie stieg auch richtig ein nnd fuhr mit uns bis Korinth. Nach ihrem unfehlbaren Rezept hatte sie sich einfach an Dörpfeld selbst gewandt und von diesem die Erlaubnis zum Anschluß bekommen. Aller­dings mußte sie aus Mangel an Zeit schon in Korinth umkehre», aber sie kann doch nun zu Hause erzählen, daß sie mit Dörpfeld gereist sei, und das ist ein Ruhmestitel, besonders für eine Dame. Ans meiner nächsten Reise werde ich mich als ältere Dame kostümieren. Damit kommt man am weitesten, vorausgesetzt, daß man den nötigen Maugel an Zaghaftigkeit besitzt.

Doch das ewig Weibliche hat mich von meiner Schilderung des National­festes ganz ab-, wenn auch nicht gerade hiucmgezogen. Es ist aber nicht viel mehr darüber zu sagen. Am Nachmittag und Abend des 7. April wogte natürlich eine festlich gekleidete Menschenmenge dnrch die Hauptstraßen, alle Cafes waren zum Überfließen voll, und auf dem Verfassnngsplatz vor dem Schloß standen die Leute Kopf an Kopf, um die Militärmusik anzuhören. Abends fcmdeu dann Umzüge der Universität uud der Schulen statt, wobei man, statt wie bei uns qualmige Fackeln, hübsche bunte Stocklaternen trug. Die Illumination in den Hauptstraßen und an den öffentlichen Gebäuden war recht gut, nur das Finanzministerium gläuzte durch auffallende Sparsamkeit. Es hatte wohl Ursache dazu.

Niels Glambäk

Wie er ein Mann wurde von U. G. Bröndsted Erster Teil

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iels näherte sich dem Schloß durch verschiedne Kastanien- und Linden­alleen, er ging auch qner über ein paar Rasenplätze; überall die­selbe öde Stille. Zwischen ein paar mächtigen Strebepfeilern, die offenbar nachträglich als Stützen angebaut worden waren, war der Haupteingang oder das Portat, das allein schon durch seine Höhe imponierte und jede Ausschmückung verachtete, nur war über der

eichnen Flügelthür das Huitfeldtische adliche Wappen in Sandstein ausgehauen.

Nicht ohne Beklemmung trat Niels in den Schatten der Strebepfeiler uud stieg die breiten steinernen Stufen hinan. Wahrend er dann oben stand nnd über­legte, wurde die Thür von innen geöffnet, und ein Paar Diener eilten heraus, ohne Notiz von ihm zu nehmen. In der Vorhalle, einem mächtigen Raum mit steinernen Fliesen, mehreren Thüren an den Seiten, Hirschgeweihen und dunkeln Ölbildern an den Wänden, standen einige andre Dienstleute, uud iu ihrer Mitte eine Dame in mittlern Jahren mit einem schönen, verständigen Gesicht; es schien über irgend etwas, was passiert war, einige Bestürzung zu herrschen. Niels trat, die Mütze in der Hand, vor die Dame hin:

Entschuldigen Sie, ich kam durch den Park, ich . . .

Die Dame unterbrach ihn schnell. Sind Sie durch den Park gekommen? Sind Sie dort jemand begegnet? Jemand mit einer Flöte?