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ihrer Fortsetzung doch nicht zweifeln; gerade dieser wichtige Grcnzpunkt durfte nicht in böhmischen Händen bleiben. Wir erfahren, daß im Anfang des Jahres 1406 Wenzel, dessen gutes Verhältnis zu Wilhelm nicht von Bestand gewesen war, die oberlausitzischcn Sechsstüdte zu einer Heerfahrt entbot, deren Ziel der Entsatz des bedrohten Königsteins war; aber sie kamen zu spät: Mitte März zwang der Mangel an Lebensmitteln die Burg zur Übergabe. Markgraf Wilhelm hatte das Ziel erreicht, das ihm wohl als eine seiner wichtigsten Lebensaufgaben erscheinen mochte. Die Bnrggrnfschnft Dohna, die Herrschaft Pirna, so ziemlich alles, was einst zum Gau Nisnni gehört hatte, ja sogar die von jeher böhmische Feste Königstein waren in seinem Besitz. Er konnte am 10, Februar 1407 seine Augen mit dem Bewußtsein schließen, sein väterliches Erbe nicht bloß gemehrt, sondern auch gegen den slawischen Osten für alle Zukunft gesichert zn haben.
Über die Schicksale der Stadt Dohna während des halben Jahrtausends wettinischer Herrschaft können wir uns kurz fassen. Zur Zeit der Burggrafen war es wohl nur ein bescheidnes Dörflein, das sich uuter den schirmenden Mauern des Schlosses angesiedelt hatte. Freilich besaß es schon im dreizehnten
Jahrhnndert eine stattliche und reich ausgestattete Pfarrkirche, als deren Patrone übrigens nicht die Burggrafen erscheinen, sondern die Markgrafen; auch ein Hospital, wie es in der Regel nur iu Städten vorkommt, wird schon im Vierzehuten Jahrhnndert erwähnt. Aber als „Städtlein" wird es nicht vor dem Jahre 1499 bezeichnet. Und nnch da ließ man die Eigenschaft als Stadt noch nicht recht gelten; der Pirnaische Mönch Johann Lindner, der um 1530 sein großes historisch-topographisches Sammelwerk vollendete, nennt es einen „offnen Fleck," nnd in der That scheint Dohna niemals Mauern und Türme, die Wahrzeichen der mittelalterlichen Stadt, besessen zu haben. Das bescheidne kommunale Stillleben, das es dann jahrhundertelang geführt hat, unterschied sich kaum irgendwie von dein der andern kleinen Städtchen, an denen Sachsen so reich ist. Nach der letzten Volkszählung hat Dohna 3471 Einwohner. Ob ihm wohl als Hauptstadt eines Burggrafentums Dohna eine glänzendere Zukunft beschieden gewesen wäre? Wir möchten es stark bezweifeln.
Kephissos u er das
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2. Athen
ie Wagenfahrt vom Piräus nnch der Hauptstadt bringt dem, der von Sizilien kommt, eine Enttäuschung. Hier in Attika vermag das Auge nicht in der üppigen Vegetation der „goldnen Muschel," nicht in Apfelsinen- und Limonengärten,-nicht einmal in üppigeu Weizenfeldern zn schwelgen. Attika ist mageres und dürres Land, bewässert, in viele Rinnsale und Ninusülchen geteilt, die Ebne, Meer nicht erreicht, uud die hohen, die Ebne begrenzenden Berg-