Auf der Ziegelei
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In allen orientalischen Häfen muß man diese unangenehmen Szenen über sich ergehn lassen. Zum Glück wird man bald kaltblütig ihnen gegenüber. Kanin wissen wir, wie es kommt, daß wir mit einemmal samt unsern Siebensachen in einem Boote sitzen. Vor uns steht ein Mensch in einer Kleidung, die noch anständig und ordentlich sein will. Er fordert uns in einem leidlichen Deutsch auf, uns ruhig seiner Führung anzuvertrauen. Vom Landungsplatz leitet er uns dann zur Zollrevision, von der Zollrevision zum Wagen, und nachdem wir einein halben Dutzend Bootsleuten, Gepäckträgern und Jungen Trinkgelder verabfolgt und auch unserm hilfreichen Mentor für seine Mühewaltung anständig gelohnt haben, sitzen wir endlich in einer zugleich von unsern Gepäckstücken vollgestopften Kutsche und rollen durch die menschenwimmelnden Straßen des Pirüus der Hauptstadt zu.
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Auf der Ziegelei
von Helene Voigt-Diederichs 1
arkns Peetz saß im Osterbycr Krug und ärgerte sich. Erstens weil die paar Pfennige gerade nur für ein kleines Glas Schnaps gereicht hatten. Und dann hatte ihn der Wirt beim Hereinkommen bedeutet, dn hinten an den Sofatisch dürfe er sich nicht setzen. Den müsse er für feine Leute, den Verwalter vom Meierhof oder die Handwerker > des Dorfes frei halten. Warum waren diese Leute besser als er? Vielleicht weil sie den ganzen Tag nicht den Rücken krumm zn machen brauchten und trotzdem abends Spiegeleier und Schinken aßen.
Der Schneider gestern, an dessen Fenster er gelauert hatte! Eine ganze Pfanne voll Aufgebratnes war auf den Tisch gekommen, und ihm hatte man einen Schwarz- brotknust mit amerikanischem Hundefett zugeworfen.
Übrigens, wenn sein Vater nicht so gesoffen hatte, dann säße er auf einem Bauernhof zu vier Pferden und hätte mehr Schinken nnd Eier, als das ganze Pack zusammen auffressen konnte!
Es war soviel Grund zum Ärger, daß Markus Peetz allmählich in eine bessere Stimmung geriet. Denn den Ärger, den brauchte er zum Dasein ebenso notwendig wie den Glauben an irgend eine unvorhergesehene Unterbrechung dieses ewigen langweiligen Einerleis, das Leben hieß, und das man als eine Gnade des Himmels erhalten hatte.
In, nun saß man einmal mitten drin nnd mußte versuchen, möglichst angenehm damit fertig zu werden.
Giwt dat Arbeit hier 'n Städ? fragte Markus den dickköpfigen kleinen Wirt, der den Groschen in seine Hosentasche strich.
Jk weet ni — da kamt so veelen anlopen . . . Kann Wesen, nerrn ant Nver, da sitt 'n Witfrn mit 'n Tegelmeister. Veel striken doht se up Stäs ni, kann awers Niesen, dat se nuch en annehmt. . .
Markus Peetz nahm die Ledertasche von der Stuhllehne, steckte die Strippen in die Stiefel und wanderte los.
Heiß wars! Die Sonne stand so hoch, daß nnr ein schmaler Schattenstreifen