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Gustave Charpentier : eine kritische Plauderei
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Griechische Reiseskizzen

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jeder andern Bühne znin Mnster dienen kann, so gilt dies auch von der in Breslau und der in Frankfurt. Es sind lauter Musterbühnen. Die Kapell­meister nennt er seine ausgezeichneten Kameraden. Jedem bezeugt er, daß die künstlerisch feinfühlige Behandlung der Partitur ihm „geradezu" das Vertraue« zu der Loyalität der deutschen Kapellmeister gegenüber dem Willen des Kom­ponisten wiedergegeben habe. Er scheidet überall mit dem lebhaftesten Wunsche, sich bald vor dem verehrlichen Publikum wieder cinsinden zu können, das ihn so stolz und glücklich gemacht habe. Deu Darstellerinnen der Titelpartie er­zählt er, daß die Pariser Luise, das blutjunge Fräulein Rioton, infolge ihres glücklichen Debüts eine glänzende Heirat gemacht habe, und erfüllt da­durch ihre Herzen mit den süßesten Hosfnuugen. Ob er auch den Direktoren in Breslau und Frankfurt wie denen in Hamburg seineu nächsten Musikroman zur erstmaligen Aufführung in Deutschland in Aussicht gestellt hat, habe ich nicht erfahren können. Aber vollendet habe er das Werk, nur sei er sich noch nicht darüber klar, welchen Namen er dem Roman geben solle. So dürfen unsre Theaterdirektoren mit Schmunzeln der kommenden Wintersaison entgegen­sehen, und unser deutsches Publikum wird nicht weniger sehnsüchtig des er­habnen Augenblicks harren, der ihm wieder ein neues Zeugnis der klassischen Kultur vorführen wird, die ihren Boden nur in Paris hat.

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^ Von (Latania nach Athen

ch hatte Sizilien bereist und beabsichtigte, von dort direkt nach Griechenland hinüberzufahren.

Die Verbindung zwischen beiden Ländern ist sehr mangelhaft, l Es geht wöchentlich nur einmal, des Mittwochs, ein Schiff der !Navigazione Generale von Catania zum Pirüus. Auf dieses war ich also angewiesen. Am Bormittag des 3. April begab ich mich mit drei jüngern Archäologen, zwei Süddeutschen und einem Deutschrussen, an Bord der Polcevera. Das Schiff sollte um zehu Uhr früh abgehn, war aber um diese Zeit noch von riesigen Apfelsinenkähnen förmlich blockiert, und vom Strande her schwammen unausgesetzt noch andre heran, die ebenfalls noch ausgeladen werden sollten. So kam es, daß sich das Schiff erst um zwei Uhr langsam in Bewegung setzte, und auch da blieb es noch eine Strecke weit von Frachtkähnen begleitet, aus dcucn noch in aller Eile große Apfelsinenkisten an Bord ge­hoben wurden, bis uns endlich die Lader, eine ausgewählte Sammlung sizilischen Lumpengesindels, in den letzten Kühnen unter entsetzlichem Abschiedsgeschrei verließen. Die Reise sollte über Kreta gehn und drei Tage dauern. Das Schiff war weit mehr Fracht- als Passagierschiff und eigentlich selbst nichts als ein gewaltiger Apfclsinenkahn. Nicht nur seine untern Räume, sondern auch