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gegenzukommen. Aber wer erst so weit nordwärts gelangt ist, der strebt wohl mich noch weiter und Ländern deutscher Zunge zu. Mit der Schweiz ernsthaft in Wettbewerb zu treten, wird dem italienischen Alpengebiet trotz aller seiner Schönheiten wohl immer schwer fallen. G. v. Graevenitz
Doktor Duttmüller und sein Freund
Line Geschichte aus der Gegenwart von Fritz Anders (Max Allihn) Linundzwcmzigstes Rapitel Ls geht los
nerkanntermaßen aß man in Brcmufels in der Harmonie am besten. Wenn darüber noch irgend ein Zweifel hätte bestehn können, so wurde er durch die Thatsache beseitigt, daß Direktor Wenzel in der Harmonie verkehrte. Dort sollte natürlich auch das längst geplante Zweckessen der Aktionäre von Heinrichshall abgehalten werden, obwohl manche der ländlichen Teilnehmer ebeusogern in die Blaue Forelle gegangen wären, wo man freilich weniger gut aß, wo mau aber Wirt uud Oberkellner kannte. Aber der Direktor hatte die Harmonie bestimmt und hatte es so einzurichten gewußt, dnß er, von einer Reise zurückkehrend, an dem Essen teilnehmen konnte.
Das Festmahl war vorüber. Der Direktor hatte wieder einmal den liebenswürdigen Schwerenöter gespielt, hatte jedem mit besondrer Wärme die Hand geschüttelt, hatte Reden gehalten, Sekt auffahren lassen und unter der Haud einen ganzen Haufen Heinrichshaller Kuxe verkauft. Daß es seine eigueu Kuxe gewesen waren, sagte er freilich nicht.
Die einheimischen Herren hatten sich schon empfohlen, und die auswärtigen mußten daran denken, aufzubrechen, denn jedes Ding mußte doch einmal ein Ende haben. In der Mitte des Saales stand Fritze Poplitz. Er spielte den Baron und bemühte sich Leutnantstöne in seine Sprache zn bringen, ließ den „Herrn" Oberkellner kommen und gab ihm eine Mark Trinkgeld. Darauf begehrte er nach seinem Wagen — es war eigentlich August Quargs Wagen — und fragte entrüstet, warum der verfluchte Kerl von Hausknecht noch nicht vorgefahren sei. August ^uarg aus Asseborn bemühte sich, es Fritze Pvplitzen gleich oder womöglich über thun, gab dem Herrn Oberkellner zwei Mark und nannte den Hausknecht einen Heuochsen. Und Vetter Klans drückte sich scheu um den Oberkellner herum, gab ml" "iclsts nnd sah zu, ob er uicht von jemand mitgenommen werden könnte. A"" sagte nämlich „Vetter Klans," nicht „Herr Klaus," denn man rechnete Vetter 'Uaus nicht für voll, obwohl er angesehene Verwandte uud eiu nusehuliches Gut Mte Denn es gelang Vetter Klaus zu schlecht, aus dem Stande der Bauern in M der Ökonomen aufzurücken. Er trug zu höchst unpasseudeu Gelegenheiten seinen "uen Kittel, er war gar zu dämlich uud hatte der Jauchepumpe noch uicht eud- guug entsagt.
Endlich war ein Wagen voll Aktionäre beisammen, „Herr" Fritze Poplitz, »Herr" August Quarg, „Herr" Andreas Piepenpahl uud „Vetter" Klaus. Na denn jüh! sagte August Quarg. Man fuhr los, uud vou weitem beseheu sah es »"nz nobel aus. Solange man über das nicht tadelfreie Pflaster von Braunfels uwpelte, war man zum Schweigen verurteilt, als man aber die Holzweißiger in? hatte, und der Wagen, weil es bergauf ging, Schritt fahren
"Me, kam man dazu, die Ereignisse des Tages zn besprechen. Man war äußerst