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Neue Entdeckungen auf dem Forum romanum
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Über den Begriff de- Läinonischen bei Goethe

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sich zugleich das Verdienst erworben, die Funde aufs sorgfältigste aufzunehmen. Was nicht an Ort und Stelle bleiben kann, also namentlich plastische Neste, Terrakotten, Gefäße und dergleichen, wird zu einem besondern Forumsmuseum in Santa Franeesea Romnna vereinigt. Säulen und andre Architekturteilc, auch Statuen, wenn sie leidlich erhalten sind, werden am Fundorte möglichst wieder aufgerichtet. Die Italiener befriedigen damit auch ein ästhetisches Bedürfnis, wie ihre Vorfahren in der Renaissanee; die deutschen Archäologen sind damit nicht immer zufrieden, weil diese Restaurationen der vollen Zuverlässigkeit zuweilen entbehren mögen. Aber dieses Verfahren ist doch schließlich vernünftiger, als wenn man die Trümmer etwa in einem Museum aufstapeln und dadurch aus ihrem natürlichen Zusammenhange reißen wollte. Auch in der Würdigung der Ergebnisse sind Deutsche und Italiener hier und da auseinandergegangen. Wenn Professor Luigi Ceei in Rom behauptet, daß die Entdeckung (des Niger Lapis) sicher das Vertrauen auf das Wort Niebuhrs und Mvmmsens abschwachen und die Hoffnung der wenigen, die noch all die Autorität des Livius und an die historische Grundlage der Tradition glauben, verstörten wird, so ist das im ersten Teile zuviel gesagt, aber iu der zweiten Hälfte nicht uurichtig. Denn dieWissenschaft des Spatens," die Mhkenä und Troja aus dein schwankenden Nebel der Sage in das helle Licht der Wirklichkeit versetzt hat, sie hat jetzt auch den Beweis erbracht, daß die Alllage des Forums und des Comitinins, also die Er­weiterung der Stadt über den Palatin hinaus wirklich bis in die frühere Königszeit zurückreicht, und sie mahnt zur Vorsicht auch gegenüber andern Nachrichten der litterarischen Tradition.

Über den Begriff des Dämonischen bei Goethe

von Heinrich von Schoeler

ie Frage nach den religiösen Überzeugungen und der Auffassung des Übersinnlichen bei einem Manne von solcher Geistesgröße und universalen Begabung und dabei von so ausgeprägter selb- stüudiger Art, wie Goethe, gehört zweifellos zu den interessan­testen psychologischen Problemen, die es geben kann. Denn es liegt auf der Hand, daß die Vorstellung, die sich ein so hoher Genius vom Göttlichen gemacht hat, mit den landläufigen platten Anschauungen nichts zu thun haben kann, souderu etwas besondres ausweisen muß. In der That sagt Goethe selbst hierüber (Gespräch mit Eckerinann am 4. Januar 1824):Ich glaubte an Gott uud die Natur und an den Sieg des Edeln über das Schlechte; aber das war den frommen Seelen nicht genug, ich sollte auch glauben, daß Drei Eins sei und Eins Drei: das aber widerstrebte dem Wahrheitsgefühl meiner