Die Baleareil
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Regierung durch Parteien zn brechen und die Leitung des Reichs einem Kabinett anzuvertraun, das nicht von einer Partei, sondern von dem über den Parteien stehenden König ausgewählt wird. Eine Wiederkehr stuartischer Tyrannei braucht man nicht zu befürchten, wenn der König die ihm gebührende Stellung wiedergewinnt; dagegen würde dem Cüsarismus des Mammons die Spitze abgebrochen werden.
Wenn es dazu kommt, wird es auch an den geeigneten Leuten nicht fehlen, die eine Negierung bilden könnten. Den Premierminister dürfte man in Lord Nosebery sehen. Seit seinem Rücktritt im Jahre 1895 ist Nosebery seine eignen Wege gewandelt. Er ist nicht mehr das Haupt der liberalen Partei; seit dem vorigen Jahre kann er überhaupt nicht mehr zu ihr gerechnet werden. Nosebery Pflügt seine Furche für sich allein. Er steht jetzt da als völlig parteilos, und wenn er beteuert, er würde freiwillig die politische Arena nicht wieder betreten, so darf man darunter nur die Areua des Parteikcimpfs verstehn. Er spart seine Kräfte auf für die Zeit, wo er berufen wird, als Vertrauensmann des Königs das rettende Ministerium der Zukunft zu schaffen. Doch erst mus; das britische Volk zu der Eiusicht gelangen, daß die konservativen Imperialisten den Stnatskarren gründlich verfahren haben. Dann erst sind die Voraussetzungen für eine parteilose Kabinettsbildung und eine neue gesunde Entwicklung gegeben.
Die Valearen
m Laufe der Zeiten haben es die Engländer verstanden, aus der gesamten Erde die Länder, die durch Reichtum an Kultur- und Handelspflanzen oder nutzbaren Mineralien besonders wertvoll waren, sowie eine Anzahl von Orten, die als Handelsmetropolen oder Etappen der Handelswege oder wegen ihrer strategischen Bedeutung von Wichtigkeit waren, in ihren Besitz zu bringen.
Englands wertvollste Kolonie ist Ostindien. Ihre ungestörte Ausbeutung erheischt die Sicherung des dahin führenden Weges. Als solcher kommt jetzt, wo der früher nötige Umweg um das Kap der guten Hoffnung wegen des Mehrverbrauchs an Zeit und Kohlen zu kostspielig wäre, fast ausschließlich der durch den Suezkaual in Betracht. Dieser Weg ist durch eine Reihe von befestigten Kriegshäsen, Schiffs- uud Kohlenstationen, von denen besonders Gibraltar, Malta und Aden zu nennen sind, sowie durch die Okkupation von Ägypten gesichert. Ägypten hat jedoch, da es als Beherrscher des Suez- knnals den Verkehr Süd- und Ostasiens, Australiens und Ostafrikas mit Europa vermittelt, inzwischen selbst eine ungeheure Bedeutung erlangt und sich als eine Goldgrube für England erwiesen. Zugleich hat der Snezkanal den sinkenden Handel im Mittelmeere wieder neubelebt. Aus diesen Thatsachen ergiebt sich die hohe Bedeutung des Mittelländischen Meeres für England.