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Minister Bosse
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Der Anteil der vereinigten Staaten an der internationalen Seeschiffahrt

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noch Schmerzen gehabt, von denen das Ende weg ist, wie die Hannoveraner sagen. Nun muß ich folgsam sein und kuschen. . . ,

Aber ich kann nicht mehr. Leben Sie wohl!

(Schlub folgt)

Der Anteil der vereinigten Staaten an der internationalen Seeschiffahrt

dem von der Stadt Boston am 5. März dem Prinzen Heinrich zu Ehren veranstalteten Bankett hat unter nnderm ein Herr Richard Olney, der unter Cleveland Staatssekretär war, eine Rede gehalten, die uns, wenn die Zeitungen über ihren Inhalt recht berichtet haben, eine besondre Beachtung zu verdienen scheint. Er soll in ihr gesagt haben, die Völker selbst, nicht die Herrscher ge­fährdeten heute den Frieden, darum sei das beste Mittel, einen Krieg zu ver­meiden, die Völker freundschaftlich einander bekannt zn machen. Der Kaiser suche den Frieden zn erhalten dadurch, daß er Mißverständnissen zwischen den Nationen vorbeuge. Das sei besser als Hcilversuche nach dem Bruche der Freundschaft. Die Entseudung des Prinzen Heinrich sei sehr zeitgemäß, denn Amerika fvrdre die Welt heraus zum Kampf um die industrielle Oberherrschaft, der der gewaltigste in der Weltgeschichte sei. Der Besuch des Prinzen und der überaus günstige Eindruck, den er geinacht habe, sei geeignet, dem vorzu- benqen, daß der Kampf in einen Krieg ausarte. Deutschland und Amerika verpflichteten sich gewissermaßen gegenseitig, den Kampf in den Grenzen christ­licher und zivilisierter Völker zu halten. In diesem Sinne werde der Besuch des Prinzen zu den merkwürdigsten Ereignissen der internationalen Geschichte gehören.

Ohne die Stellung und deu Einfluß des Herrn Olney in den zur Zeit maßgebenden Kreisen seiner Landsleute zu kennen, und ohne uns optimistischen Erwartungen in dem von ihm angedeuteten Sinne hinzugeben, freuen wir uns aufrichtig über die in seinen Worten liegende, von reifem politischem Ver­ständnis zengende Anerkennung der weisen und humanen Weltpolitik uusers Kaisers, die immer wieder auf einen friedlichen Ausgleich der scharf zugespitzten nationalen Interessengegensätze bedacht ist, und der auch die Mission des Prinzen Heinrich zu dienen bestimmt war. Wenn sich im Deutschen Reich unverbesserliche Nörgler auch in diesem Falle wieder bemühn, dem deutschen Volke die Freude über die Politik des Kaisers durch billiges Anzweifeln des praktischen Erfolgs dieser Mission zu vergällen, so sollten sie sich angesichts des ruhigen, erlisten Urteils des Amerikaners Olney schämen. Handgreifliche Erfolge von politischen Aktionen, wie Prinz Heinrichs Amerikafahrt eine war. Grenzbot-n U 1902 2