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Doktor Duttmüller und sein Freund : eine Geschichte aus der Gegenwart : zwölftes Kapitel : wie Doktor Duttmüller Hochzeit machte
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Maßgebliches und Unmaßgebliches

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zu Boden, Duttmüller ernst feierlich an die Decke, York bearbeitete seine Stiefel- Witze mit seiner Degenscheide, und Onkel Alfons, der als Standesbeamter seiner Stadt bei sich zu Hause auf Pünktlichkeit hielt, war ungeduldig. Endlich hörte man draußen die antreibende Stimme der Frau Quakenbrück, da aber inzwischen ^eute ins Postbureau traten, so mußten diese erst abgefertigt werden. Endlich

haten sich btÄe Thüren der guten Stube auf. Durch die eiue erschien der Herr Standesbeamte, durch die andre schaute, sich im Hintergrunde haltend, seine liebe Mau und wer sonst im Hause war. Herr Quakenbrück schloß diese Thür, aber sie

M sich hinter seinem Rücken leise wieder auf. Herr Quakenbrück war ein etwas

vrpulenter ältlicher Herr, der von jeher nicht viel von schnellen Bewegungen ge­lalten hatte, aber nachdem er Standesbeamter geworden war, noch feierlicher und

"ngsamer geworden war. Er trug zu Hause immer ein Sanmietkdpvchen und die

ange Pfe^x j ^ Hand. So erschien er auch zum Standesaktus, doch hatte er ) Feier des Tages beim Rasieren geschnitten und auf den Schnitt Watte dl m!' ^ begrüßte die Herrschaften feierlich, fragte nach ihrem Befinden, stellte °le Witterungslage fest, setzte sich hinter sein Buch und fing au zu malen. Ab Au schob er die Hornbrille auf die Stirn, rauchte ein paar Züge kalt und

"»e den Herrschaften von ihren Personalien mit, was sie schon wußten, worauf s,,!^ uickend quittierten, und der Standesbeamte sich fragenden Blicks an seineu Nadtch-lM Kollegen wandte, als wollte er sagen: Ist es nicht recht so? Dvnner-

'etter, sagte der städtische Kollege ungeduldig zu sich, der alte Kerl hätte das auch vvrher fe^g machen können.

endl r ^ul) war der Bogen vollgemalt, endlich hatten alle Beteiligteu unterschrieben, ni's/ !^"^ ^ Vorlesung der endlosen Reihe der Standesgesetzparagraphen, die . ^ wie sonst im Sturme hergesagt, sondern hübsch nachdrücklich vorgetragen ans ^'ude gediehen, da räusperte sich Herr Quakenbrück zu einer Spezial-

ein y^' winkte ab, aber der Herr Standesbeamte hielt es für

^//Aufforderung anzufangen und fing an. Er verbreitete sich über die Ehe nach d) h - !^^U' ihrer sozialen und ihrer persönlichen Bedeutung u.) beim Eingehn, Re">^ Führung und e) bei der Losung der Ehe. Herr Quakenbrück hatte die bach ""^ abgeschrieben, hatte sie bei der Hochzeit von Gretchen Breiten-

Gati- ""^eudig gelernt uud verwandte sie seitdem immer bei Brautpaaren höherer ^cinde^ Schlüsse wnrde er gerührt und schüttelte allen Beteiligten die

'all empfahl sich, Duttmüller zog das Portemonnaie, aber es war nichts zn

Koll ^'^ iZ^^te steifrückig und' steifbeinig. Onkel Alfons schüttelte dem di-. ^ Hand, und Frau Quakenbück knickste und bat, wie sie gewohnt war, Herrschaften, bald wiederzukommen.

(Fortsetzung folg«)

Maßgebliches und Unmaßgebliches

Produkte der religiösen Gttruug. Wir stellen diesesmal zwei vou der Achten uud drei von der linken Seite zusammen. Der in Praxis und ^heone unermüdlich thätige Pfarrer von München-Gladbach. Lic. L. Weber ynt m vergangnen Jahre bei C. Bertelsmann in Gütersloh ein Sammelwerk heraus- gegeben und selbst dazu nicht weniger als fünfzehn Beiträge geliefert: Dr"e g:. e Entwicklnug der Meu schheit im Spiegel der Weltlitteratur. W s chm den Plan eingegeben hat. war die Geschichte der Wcltlitteratur von Julius Hart. Uls Grenzboten I 1902