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Die Sonne im Lichte der Sprachgeschichte
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Doktor Duttmüller und sein Freund

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Die vorstehenden Ausdrücke, die übrigens die Skaldensprache nicht über­lebt haben, sind leicht verständlich, nur die Umschreibungdes Zwerges Be­trüger" bedarf der Erklärung. In dem genannten Gedichte nennt der Zwerg Alwis dein Thor auf dessen Wunsch die erwähnten Namen und viele andre dazu. Aber bei dem Auskramen seiner Gelehrsamkeit wird der Zwerg von der aufgehenden Sonne überrascht und in Stein verwandelt, da die Zwerge nach altem Glauben das Sonnenlicht nicht ertragen. Der listige Thor hatte das beabsichtigt und den Zwerg mit seinen Fragen so lange hingehalten. So ist der Zwerg wie der dumme Teufel der Volkssage der Geprellte, die Sonne aber erweist sich in Wahrheit als des Zwergs Betrügerin. Wir sind im all­gemeinen mit unsern Beiwörtern sparsamer geworden, am häufigsten gebrauchen wir jetzt den einfachen Ausdruckdie liebe Sonne"; aber das Beiwortlieb" ist trotz seiner schlichten Einfachheit vielsagend und bedeutsam und eine treff­liche Ergänzung zu dem, was eben über das grammatische Geschlecht unsers Worts gesagt ist.

Durch Zusammensetzung mit Sonne oder snnna, sind mehrere Ortsnamen gebildet, unter denen wohl die bekannteste der uns mehrfach begegnende Sonnen­berg ist. Aber auch Sonnenborn oder Sonnborn findet sich, und auch das bayrische Simbach, um von andern zu schweigen, wird wohl aus ein altes Sunnenbach zurückgehn. Ob auch der Personenname Sombart hierher gehört? Er ließe sich leicht auf ein altes Sonnenberacht (Sonnenglanz) zurückführen.

Weimar F. Uuntze

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Doktor Duttmüller und sein Freund

Line Geschichte aus der Gegenwart von Fritz Anders (Max Allihn) Achtes Aapitel Der einmalige Jonrfix bei Direktors, und was daraus solgte

> rciulein Lydia überschaute ihr Reich, es war alles fertig. Die Glüh­lampen brannten tadellos, wofür Doktor Olbrig gesorgt hatte, im Salon war vom Sofa aus um einen imaginären Mittelpunkt ein weiter Kreis von Stühlen gestellt. Die Flügelthüren waren nach

> rechts und links geöffnet. Im Nebenzimmer Lydias Zimmer MM"N stand Pianino und Harmonium bereit, ein Notenpult und ein

^wlinenkcisten machten sich sehr feierlich. Im andern Zimmer standen Papa und

Doktor Sembritzky, der entzückend zeitig gekommen war. So, nun konnte es losgehn.

Und es ging los. Unten fuhr Wagen auf Wagen vor, der Kies knirschte, d>e Wngenthüreu wurde», wie es sich für einen herrschaftlichen Wagen schickt, mit "nßerster Gewalt zugeschlagen. Auf der Treppe rauschten Frauenkleider und knarrten ^cännerstiefel. In den Ablegezimmern herrschte große nud andauernde Thätigkeit.

war nötig, immer noch einen letzten Blick in den Spiegel zu werfen, und die Handschuhknöpfe erwiesen sich als ganz ungewöhnlich widerspenstig. Endlich war