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Die Papyrusschätzt: Ägyptens
gepredigt und gelehrt in der Sprache, die auch dem einfältigen Menschen verstündlich war; heute aber drohen die strenggläubigen Athener denen Mord und Fluch, die nichts andres wollen, als was die Apostel und ihre Schiller wollten, und sie sind überzcngt, daß auch das — Christentum sei.
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Die papyrusschätze Ägyptens
uter den Vortrügen der vorjährigen Straßburger Philologen- Versammlung fesselte besonders Wilckens Vortrag über die Papyrns- forschnng der letzten Jahre die Aufmerksamkeit der Zuhörer; den» thatsächlich ist unsre Kenntnis des klassischen Altertums in dein letzten Jahrzehnt durch nichts mehr gefördert worden als dnrch die in Ägypten zahlreich gefnndnen griechischen Papyri, die nicht nur für die Litteraturgeschichte von großer Bedeutung sind, sondern auch über die staatlichen Einrichtungen, über das wirtschaftliche und das gesellige Leben der griechischen und der römischen Periode Ägyptens wertvolle Aufschlüsse geben. Es dürfte deshalb auch für solche, die der philologische» Arbeit fern stehn, von Interesse sei», über diese Papyrusfunde, ihre Sammlungen und ihren Inhalt näheres zu erfahren.
Die ersten wichtigern Papyrusfunde wurden schon um die Mitte des achtzehnten Jahrhunderts iu Herkulaucum gemacht. Aber die dort in ziemlich großer Anzahl gefnndnen Rollen waren von dem heißen Lavastrome, der die Stadt einst verschüttet hatte, nicht unberührt geblieben: sie waren in einem halbverkohlten Zustande, und es bedürfte unendlicher Mühe und besondrer mechanischer Vorrichtungen, sie lesbar zu machen. Etwa mit dem dritten Teile ist das bis jetzt gelungen, doch ist der Inhalt dieser Rollen ohne allgemeineres Interesse, da es fast ausschließlich Schriften griechischer Philosophen aus der Schule Epikurs, namentlich von Philodemos, sind.
In Ägypten kam der erste Papyrus, die sogenannte OnArtg, Lorg'iiMÄ, 1778 zum Vorschein; alsdann wurden hier seit dem Begiuu des neunzehnten Jahrhunderts dann und wann in Grübern Papyri gefunden, mit denen die Leichen an Stelle der gewöhnlich verwandten Byssvsstrcifen umwunden waren, oder die aus Gründen der Pietät den Toten in thönernen Krügen mit in das Grab gegeben waren. Aber in größerer Menge kamen Papyrusstücke erst an das Tageslicht, als die Fellahs anfingen, in Mittelügyvten die antiken oft bis zn mehr als 20 Metern emvorgetürmten Schutthaufen der Stüdte des Nilthals abzugraben, um die salz- und natrvnhnltige Erde — von den Ein- gebornen at^ll geuaunt — für die seit der englischen Okkupation in größerm Maßstabe bctriebne Baumwollen- nnd Znckerknltnr zu gewinnen. Die Landschaft el Faijum, wo iusbcsoudre diese Arbeiten vorgenommen wurden, lxKcht