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Sylvesterbowle und Rindsmaulsalat
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Auch für Spähn?

Für ihn uud für die andern. Bei deu Katholiken giebt es voraussetzungs­lose Forschung und Lehre nur ans einem begrenzten Gebiet, bei den Protestanten fällt diese Grenze weg. Der Leitende wie der Forschende, der Hörende wie der Lehrende weiß, woran er ist.

Und bis ganz, ganz oben hinauf geht der Wunsch auch? ^

Da hinauf geht' er erst recht, damit er sich ein wenig schont nnd sein Lebens­licht nicht von beiden Enden ans einmal abbrennt. Er soll an seine Deutschen deuten: die brauchen ihn weiter.

Darauf trinken wir eins, wie es im Wermsdorfer Komment hecht.

Prosit Neujahr! Maßhalten. . .

Und hübsch der ciue dem andern was vorkommen.

Maßgebliches und Unmaßgebliches

Bvlksstrvmung. Gelegentlich wird den Grenzboten vorgeworfen, daß sie

vltstümlichen Strömungen zu wenig Verständnis entgegenbrächten, z. B. in der -vureufrcige, und daß sie dem Kaiser zu viel Vertrauen schenkten. Wenn sie kein eigentlich populäres Blatt sind, wenn ihnen zuweilen auch der geradezu komische Vorwurf gemacht wird, sie seien nichtobjektiv," so beruht das teilweise auf dieser Mer Stellung zu denVolksstrvmnngen" und zum Kaiser. In dieser letzten Be­gehung stellen sie die schlichte Frage: Wem sollen sie denn größeres Vertrauen schenken, ?^ ^en dem Kaiser? Etwa den Herren Lieber, Kcmitz, Sattler, Richter, Bebel usw.? ^ewiß sind das alles gauz tüchtige Männer, aber als Autoritäten wiegen sie uns uuht schwer genug, und sie verfolgen doch anch recht verschiedne Ziele. Also < ^Pmr aut ausm? Oder sollen wir den Schatten des Fürsten Bismarck befragen ""d uns die selbstverständliche Antwort holen:Jede Zeit macht ihre Politik; ich ^be nur die meiner Zeit gemacht, macht ihr die eure"? Beim Kaiser sehen wir,

er in den großen Fragen das Richtige will, beharrlich, mit Anspannung aller

"äste will, nnd daß er schon mcmches erreicht hat; in jedem einzelnen Falle über die zugewandten Mittel abzusprechen, maßen wir uns nicht an, weil wir über seine Beweggründe uicht besser unterrichtet siud als andre Leute, die es allerdings trotz­en thnn. Und ist es wirklich das Lebensgesetz einer Zeitschrift für gebildete Leser,

en Strömungen der öffentlichen Meinung unbesehen zu folgen? Für ihren Absatz, ")re Verbreitung wäre es vielleicht zweckmäßig, für ihren innern Gehalt ganz gewiß verderblich. Den» solche Strömungen entstehn niemals aus ruhiger, sachlicher ^Uvcignng, sie sind überhaupt uicht Sache des verstandesmäßigen Urteils, sondern

es Gefühls, der Gewohnheit, der Phantasie. Sie verdienen natürlich Beachtung, Namentlich wenn sie sehr stark sind, denn gleichgiltig ist die Volksmeinung niemals, für den praktischen Politiker nicht, weil sie seine Arbeit ebensowohl erschweren

s fördern kann, nnd sie hat auch immer ihren berechtigten Kern; nur soll man ^ht forderu, eine Zeitschrift, die von selbständig denkenden und nnabhnngigen gaunern gemacht wird, solle der Volksstimmung nur deshalb folgen, weil sie eben

'e Voltsstimmung ist: Vox xoxuli vox Äsi! Es ist allerdings ganz erstaunlich, e weuig Leute, wie weuig sogar gebildete, ja wissenschaftlich gebildete Männer

6 giebt, die imstande sind, einer starten Strömung zu widersteh» oder auch nur ^h nicht von ihr fortreißen zu lassen. Es steckt viel Herdennatur im Menschen; u, i!"^ Leithammel voran, so laufen ihm eben die meisten nach, ohne nach rechts links zu scheu. Sogar Schlagworte, die bei schärferer Beleuchtung in nichts ^fließen, locken auch solche unwiderstehlich, die sonst stolz auf die Selbständigkeit

yres Denkens sind.

llns Deutschen ist das alles ganz besonders gefährlich, denn wir sind durch-