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Die Weltlage am Jahresanfang
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Zur Entwicklungsgeschichte der absoluten Monarchie in Rußland

fühlen sich stark genug, mit aller Welt zu rempeln. Aus solcher Gesinnung fließen wenigstens teilweise auch die Sympathien für die Buren. Wir billigen sie durchaus, allerdings aus andern Gründen, wir haben aber sehr viel gegen die Versuche einzuweudeu, nach ihnen unsre auswärtige Politik bestimmen zn wollen oder zu beurteilen. Und doch geschieht das immer wieder. Und was das Schlimmste dabei ist, das Mißtrauen gegen den Kaiser und die Reichsregierung so dürfen wir jetzt nach dem rühmlichen Vorgange der jüngsten Thronrede König Alberts von Sachsen unbedenklich sagen wird dadurch fortwährend geradezu planmäßig genährt, als wenn der Kaiser nur aus persönlicher Lieb­haberei und verwandtschaftlicher Zuneigung freundschaftliche Beziehungen mit England unterhielte, und als ob eben jetzt nicht alles darauf ankäme, daß Regierung und Volk fest zusammenstehn. Wir geben gern zu, es könnte auch von der andern Seite manches unterlassen werden, was die falsche Vorstellung nährt, und wir hätten z. V. den Schwarzen Adlerorden in diesem Augenblicke lieber nicht auf der Brust vou Lord Roberts gesehen; der Vogel hat an dieser Stelle weit mehr böses Blut gemacht, als er wert war. Aber die Hauptsache liegt doch tiefer. Im deutschen Volke lebt mit Recht oder nicht eine starke Abneigung gegen ein wenigstens scheinbar persönliches Regiment; man hat es sich von Bismarck gefallen lassen, weil er eben nur Minister war und offen bekämpft werden konnte; man will es dem Kaiser nicht zugestehn, weil es der konstitutionellen Schablone nicht entspricht, und weil er es als Monarch viel nachdrücklicher, widerspruchsloser üben kann als irgend ein Minister. Zwischen der Unfähigkeit der Nation, eine starke persönliche Regierung zu er­tragen, ohne fortwährend zu kritteln, zu sticheln und zu nörgeln, und der Un­fähigkeit, die große deutsche Politik sachgemäß selbst auch uur zu beurteilen, geschweige dcun selbst zu machen, liegt ein unheilvoller Widerspruch, der uns den Blick iu die Zukunft trübt, denn wir sehen mit schwerem Herzen, daß das unpolitische Wesen unsers Volks, das unsre nationale Entwicklung gehemmt und vielfach unheilbar verdorben hat, heute noch ebenso stark ist wie vor Jahr­hunderten.

Zur Entwicklungsgeschichte der absoluten Monarchie

in Rußland

ein Zeitraum hat in der Geschichte des modernen Rußlands so tiefe Spuren hinterlassen wie die Regierung Alexanders II. Keine ist aber auch so reich an äußern Mißerfolgen gewesen, die das freiheitliche Programm des wohlmeinenden Monarchen scheinbar ^bis in seine letzten Konsequenzen widerlegten. Die größte innere Reform, die Aufhebung der Leibeigenschaft, war von dem Niedergange des Adels begleitet, während der Bauernstand unter dem Zeichen der Freiheit zu

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