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Unstern : aus den Erzählungen eines alten Advokaten
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Maßgebliches und Nnmaßgt'l'Ilch«

Gut gebrüllt, Herr Löwe, sagte kaltblütig dcr Friedensrichter, Da aber Fräulein Cecile immerhin mich im weiten Felde steht, werden wir darauf bedacht sei» müssen, ob wir nicht die große Frage zu rascherer Erledigung führen können durch Beseitigung des mit Recht für gefährlich augeseheucu Admirals der deutscheu Flvtte.

Töten wir deu Admiral, stimmte ich ein; die Flotte ist ohnehin stark be­schädigt.

Dagegen hatte mich Schicfrich nichts einzuwenden,

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Anregende Arbeit uud froher Jugeudmnt machten, daß bei uns der Eindruck dieser Ereignisse bald verwischt war. Nur Stürmer erging sich eine Zeit lang in srhwarzsehcrischeu Redensarten, Er habe Ahnungen, sagte er, als müsse demnächst noch irgend etwas recht arges vorkommen. Wenn wir ihn auslachten, verwies er nns das: Nur sollten den Neid der Götter nicht allzu sehr herausfordern. Man wußte bei ihm nie, wie weit er scherzte, uud wie weit es ernst gemeint war. Aber es war erklärlich, daß die Verzweiflung der unglücklichen Frau Becker ihm besonders nahe gegangen war, und daß er dieses Bild auch nicht so leicht los wurde. Er hatte sich, wie gesagt, mit dem Verlauf der Haushaltung belastet, nnd das machte ihm viel Verdrießlichkeiten, denn er war nicht sehr geschickt in solche» Sacheu, und doch sehr gewissenhaft,

Wortsetzung folgt)

Maßgebliches und Unmaßgebliches

Kaiser und Bürgermeister, Ju das Leben des Stadtrats Knuffmanu zu Berlin hat die Krone zweimal eingegriffen; das erstemal zu seinem Vorteil, indem Kaiser Wilhelm I, ein ehrengerichtliches Urteil der militärischen Stnndcsgenossen Knufsmnuns nicht anerkannte, das zweitcmal zu seinem Schaden, indem Kaiser Wilhelm II, die Wahlhandlung der Berliner Stadtverordneten, die sich Kauffmnnn zum zweite» Bürgermeister erkoren hatten, nicht bestätigte. Für eine ganz dumme Einrichtung oder für ganz schlecht verwaltet wird also vermutlich Herr Kauffmann die königlichen Prärogativen nicht halten; andrerseits ist es menschlich, wenn er sich zwar die für ihn günstigen Entscheidungen gern gefallen läßt, die Folgen der uu- güuftigcu dagegen von sich abzuwenden sncht.

Über die Gründe, die die Nichtbcstätigung Kanffmauns als Bürgermeister ver­anlaßt habe», ist die Öffentlichkeit durch die Regierung nicht unterrichtet worden, während im Falle Dnllv, dcr sich vor einiger Zeit abgespielt hat, einige Notizen w ein Regierungsblatt gegeben wurden. Wenn seht Schweigen beobachtet wird, so dars man daraus weder zu Gunsten noch zu Uugnnsten des Abgelehnten schließen, denn die Veröffentlichung aus ehrengerichtlichen Berlmudluugeu verbietet sich von selbst. Dagegen sind iu der Herru Kauffmann politisch uahesteheudeu Presse mehrfach Beiuerkuugen gemacht worden. Aus dieser Quelle flammen die allgemein als That­sachen hiugenvmmnen Nachrichten, daß die Nichtbcstätigung durch die militärischen Schicksale Kauffmanns veranlaßt worden sei, nnd ferner, daß seiner Zeit Kaiser