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Kindersprache und Sprachgeschichte :
(Schluß)
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Pancratins Lavitoliuus

Lebens, die die Eltern mit liebevollen Blicken und stetig wachsender Freude verfolgen, bieten mich dein Forscher ein höchst ergiebiges Feld. Wir ver­danken ihnen die wertvollsten Aufschlüsse. Aber die Forschung ist noch lange nicht abgeschlossen. An vielen Stellen zeigt unser Wissen noch Lücken, und diese auszufüllen, dazn können manche Eltern mithelfen. Alle Mitteilungen sind willkommen, falls sie nnr ans genauer Beobachtung beruhen. Diese ver­langt freilich eine gewisse Entsagung; die Eltern täuschen sich uur zu gern über die geistigen Fortschritte, die ihre Lieblinge machen, suchen sie auch wohl künstlich zu beschleunigen und vergessen zu leicht die Nachhilfe, die sie selbst geleistet habe». Aber dafür muß doch die Freude an der Sicherheit der ge­wonnenen Ergebnisse reich entschädigen.

pancratius (Lapitolinus

Lin Heldengesang in Prosa von Julius R. Hciarhaus (Fortsetzung)

on dieser Stunde nn verließ er die Burg nicht mehr, würde mich niemand eingelassen haben, wenn, was freilich nicht geschah, irgend ein Besucher vor der Pforte erschienen wäre. Er that das, was die realistischen Blätter Frankreichs vor der Pariser Katastrophe von den Ministern zn behaupten pflegten: er verdoppelte seine Wach­samkeit.

Für gewöhnlich hielt er sich in einem Eckzimmer des höchsten Stockwerks auf, ans dessen Fenstern er das ganze Thal nach beiden Richtungen hin zu überschauen vermochte. Dorthin hatte er einen ansehnlichen Stoß Bücher und einen Teil der Lebensmittel gebracht. Mit leiblicher und geistiger Nahrung Wohl versehen fühlte er sich auf seinem Luginsland ganz behaglich. Was an Schußwaffen in der Burg vorhanden war, lag scharf geladen auf Stühlen neben den Fenstern. Von Zeit zn Zeit erhob er sich, legte das Buch, worin er gerade las, beiseite und hielt fleißig Ausschan nach dem Feinde. Drei- oder viermal stündlich richtete er ein kleines NeiseperspeMv, das er im Gewehrschranke des gnädigen Herrn gefunden hatte, auf die enge Thalschlucht im Osten, durch die die Gallier erscheinen mußten. Nachts ging er nicht mehr zn Bett, sondern schlief völlig angekleidet in einem bequemen Lehnstuhl. In diesen? hatte die alte Frau von Geyr, eine immer kränkliche Dame, den größten Teil ihres Lebens verbracht. Er war weder neu noch edel in seinen Formen, entsprach dafür aber allen Anforderungen, die man an einen Krankcnstuhl zu stellen berechtigt ist. Nnr war er nicht mehr ganz fest ans den Beinen, und als Pancratius, der sich im Traum in ein Handgemenge versetzt wähnte, der Er­regung seiner Seele durch Ächzen nnd konvulsivisches Hin- und Herwerfcn seines Körpers Ansdrnck verlieh, begann nnch der Stnhl zn ächzen, neigte sich, da ihm in besagtem Handgemenge ein Bein abhanden gekommen war, plötzlich hintenüber und stürzte samt seiner Last mit furchtbarem Gepvlter hin.