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Thomas Babington Macaulay :
(Schluß)
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Ich werde über Dante denken, wie ich über ihn dachte, als ich ihn zuerst las, nämlich, daß er Milton überlegen ist, daß er mit Homer gleichen Schritt hält, nnd daß mir Shakespeare entschieden über ihn hinausgegangen ist,"

So glaube ich auch, daß der Teil seines Werkes, wo er ausschließlich litterarischer Kritiker ist, der Vergessenheit anheimfallen wird. Im übrigen aber meine ich, daß auch am Ende des zwanzigsten Jahrhunderts Macaulay noch viele eifrige Leser finden wird. Mögen manchmal anch seine Weitschweifigkeiten und Übertreibungen im einzelnen Anstoß erregen, so werden doch viele dankbar dem klaren Worte des Mannes lauschen, der wie selten einer wissenschaftliche Gründlichkeit und Kunst der Darstellung mit einander verband.

Altes und Neues aus der Normandie

or dreißig Jahren hatte mich die Kriegsflut »ach der Nvrmcmdic geworfen. An einem Dezembertage des Jahres 1879 standen wir bei Les Andclys an der Seine, Eine leichte Schneedecke lag ans den Dächern des Städtchens, der Ranch stieg, sich kräuselnd, iu die Luft. Über dem Städtchen ragten die mächtigen Trümmer der Burg Gaillnrd empor, Richard Löwenherz hatte sie errichtet, nm die Seine gegen die französische» Könige zu sperren. Aber die Burg war gebrochen. Die scheidende Sonne sandte ihre letzten Strahlen zu dem trotzigen Dvnjon hinauf, der uus die Stelle zeigte, wo wir deu Fluß überschreiten mußten. Drübeu breitete sich eine große schneebedeckte Ebene aus, dahinter dnnkler Fichtenwald. Dort lag unser Ziel. Wir zogen in das Städtchen ein, in dessen Gassen schvn das un­gewisse Licht der Dämmerung herrschte, und wurden von den Franzosen angegafft, Die Hände in deu Taschen, die Pfeife im Munde, im Blnsenkittel und auf Holz­pantoffeln, so staudeu die Männer vor ihren kleinen Häusern nnd sahen den Bar­baren zu, die im Begriffe waren, ihren heiligen Strom zu überschreiten. Eine Pontonbrücke war geschlagen, nnd nun Wunden sich die Kolonnen wie eine endlose dnnkle Schlange an dem Vurgfelsen vorbei über die Brücke nach dem linken Ufer. Inzwischen war es dunkel geworden, die Sterne waren am tiefdnnkcln Himmel er­schienen und flimmerte» in ihrer Pracht. Dann stieg der Mond über deu Ruiuen von Gaillard ans und schlug eine zweite silberne Brücke über den Fluß. Am Wege loderte ein großes Reisigfeuer, an dem sich verschiedne Stabsoffiziere wärmten. Da wir unmittelbar neben ihnen halten mußten, traten wir gleichfalls nn das Fener und hörten von dem General, daß die zweite Schlacht bei Orleans geschlagen und ein Ausfall aus Paris zurückgewiesen sei. Nach vielen Marschtagcn erhielten wir so die ersten zuverlässigen Nachrichten, frohen Herzens gingen wir zu unsern Leuten zurück, uni ihnen Kunde von den neusteu Ereignissen zn geben. Dann ertönten die Kommandos, und vorwärts ging es in das Dnnkel der Nacht hinein, um das Dorf zu besetzen, das uns zugewiesen war, ungewiß, welche Haltung die Bevölkerung annehmen würde.