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(Schluß)
as Apriori, d, h. nach dem Gesagten die ursprüngliche Vernünftigkeit des Menschen, die aus keiner Atombewegung und aus keiner Entwicklung erklärt werden kann, die dem Menschen weder angewöhnt noch angelernt oder sonstwie von außen zugeführt wird, sondern die er bei der Geburt mitbringt als Fähigkeit zur Benutzung und Beherrschung der Außenwelt, dieses Apriori erzwingt sich natürlich auch an der Stelle Beachtnng, wo die wunderbare Verflechtung des Geistes in die Natur ihren eigentlichen Ort hat, bei der Betrachtung der Gehirnthätigkeit. Anch hier besteht LiebmcmnS Hauptleistung darin, daß er deutlich macht, was alles zu erklären wäre, wenn wir eine Erklärung hoffen dürften. Er weist die materialistischen Erklärungsversuche — wofern man nur das Wort Materialismus nicht im gröbsten Sinne versteht — keineswegs ab. „Niemand kann zweien Herren dienen. Man kann nicht nach Wahrheit suchen und doch zugleich im voraus bestimmen wollen, wohin der Weg führen soll, wohin er nicht führen darf. Auf unsern Fall angewandt, ergiebt dies das strenge Postulat: I^eiatk »Mi 8p6i'An?k voi od'outiAto, d. h.: Gebietet Schweige« allen Gemütsbedürfnifsen und Herzensneigungen, allen egoistischen nud ethischen Unsterblichkeitswünschen, der gemeinen Todesfurcht, dem Bedürfnis nach Wiedervereinigung mit geliebten Verstorbnen, der Sehnsucht nach unendlicher moralischer Vervollkommnung, und wie die via äosiclöria alle heißen mögen! Laßt sie sämtlich verstummen und öffnet euer Ohr allein der unerbittlichen Vernunft, euer Auge allein dein unbestreitbaren Faktum!" Und nun zählt er die bekannten Thatsachen auf, die zu beweisen scheinen, daß das Empfinden, das Wollen und das Denken Gehirnfunktivnen seien. Dann aber stellt er die Forderungen auf, die bei der Annahme der materialistischen Hypothese an den Naturforscher gerichtet werden müssen: „Erkläre mir aus den physischen Beschaffenheiten des Denkorgans, als da sind seine Struktur, anatomische Gliederung, chemische Zusammensetzung, physiologische Funktionsweise — erkläre mir aus den materiellen Eigenschaften, Zuständen, Veränderungen des großen Gehirns die intellektuellen Leistungen des Menschen!" Z. B., um Liebmanns Forderung noch deutlicher zu machen: Sage mir, ob Phosphor oder Stickstoff zugeführt werden muß, wenn statt des dummen ein kluger Gedanke, statt des lieblosen Wunsches ein liebreicher, statt des Fuhrmanns Henschel eine Jphigeme